Ganz knapp haben die Basketballer von Ratiopharm Ulm eine Sensation beim Eurocup-Auswärtsspiel gegen Asvel Lyon-Villeurbanne verpasst. Das Team von Headcoach Thorsten Leibenath unterlag gegen den französischen Rekordmeister mit 89:93 (40:50).

Ohne die beiden Stammkräfte Isaac Fotu und Dwayne Evans reiste Ulm zum Spiel der Eurocup-Zwischenrunde bei Asvel Villeurbanne an. Dass die beiden „Big-Man“ fehlten, machte sich vor allem in der Rebound-Statistik bemerkbar. Die Gastgeber ergatterten sich 18 von insgesamt 41 Abprallern 18 unter dem Ulmer Korb.

Punkte liegen gelassen

Nachdem Javonte Green den Ulmern die erste und einzige Führung des Spiels beschert hatte, fing die französische Offensive an. Der 21-Amine Noua brachte das Heimteam des montenegrinischen Trainers Mitrovic Zvezdan durch zwei erfolgreiche Dreipunktewürfe und einem Korbleger in Front. Hinzu kamen die sechs Zähler des 17-jährigen Basketball-Talents Theo Maledon, die Ulm auf Distanz hielten.

Viele Punkte in Korbnähe ließen die Gäste von der Donau liegen. Nichtsdestotrotz blieben die Ulmer im Spiel und hielten dem gegnerischen Verteidigungsdruck stand. Green konnte kurz vor Ende des ersten Viertels dann noch auf 19:24 verkürzen.

Villeurbannes Team war davon aber nicht beeindruckt. Die Truppe, dessen Präsident der NBA-Profi Tony Parker ist, startete den zweiten Durchgang mit einem 13:3-Lauf. Doch Ulms Ryan Thompson setzte dem ein Ende. Innerhalb von einer Minute netzte der Small Forward acht Punkte für Ulm ein – ohne einzigen gegnerischen Punkt.

Lyons Coach Zvezdan musste daraufhin eine Auszeit nehmen, die im Anschluss Früchte trug. Angeführt von dem französischen Aufbauspieler Maledon konnte sich Asvel eine 10-Punkte-Führung zur Halbzeit sichern.

Mit Rückenwind kamen die Ulmer aus der Kabine und verkürzten den Rückstand dank Green und Thompson auf fünf Zähler. Nach einem unsportlichen Foul gegen Center Bogdan Radosavljevic konnte Villeurbanne sogar auf bis zu 16 Zähler davonziehen.

Knappe Niederlage

Letztendlich waren es Patrick Miller, der mit 20 Punkten bester Werfer der Partie wurde, und Katin Reinhardt, der „mit der Sirene“ zum Ende des dritten Viertels einen Dreier von der Mittellinie versenkte (68:78), die die Gäste ins Spiel zurück brachten.

Der Schlussabschnitt war von Beginn an hart umkämpft. Ulm wollte den Rückstand unbedingt aufholen und das gelang dem Team von Leibenath auch. Allerdings trugen die zahlreichen Ballverluste im Ulmer Angriffsspiel dazu bei, dass Villeurbanne sich wieder in Front spielte.

Ulms Shooting Guard Reinhardt verringerte Lyons Vorsprung knapp vier Sekunden vor Spielende auf nur zwei Zähler. Doch um erneut in Ballbesitz zu kommen, musste Ulm foulen. Der zu Fall gebrachte Demarcus Nelson traf dann zweimal an der Freiwurflinie sicher und besiegelte die knappe Ulmer Niederlage im Osten Lyons.

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