Pro B Pro B: Aufstieg spielt für Kontrahenten der Youngstars keine Rolle

Weißenhorns Joschka Ferner will ins Finale.
Weißenhorns Joschka Ferner will ins Finale. © Foto: Lars Schwedtfeger
Weißenhorn / seb 21.04.2017

Die AstroStars des VfL Bochum sind vor dem entscheidenden dritten Halbfinalspiel schon einen Schritt weiter als die Weißenhorn Youngstars. Selbst wenn der Ruhrpott-Klub gewinnt und sich als Endspiel-Teilnehmer sportlich für die Pro A qualifiziert, wird er auf den Aufstieg verzichten, da weder die Spielstätte noch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zweitligatauglich sind. Damit haben die Bochumer im Gegensatz zu den Youngstars für klare Verhältnisse gesorgt.

Denn noch ist gar nicht sicher, ob Weißenhorn im Falle eines Siegs und der sportlichen Qualifikation in der Pro A starten wird. Ratiopharm Ulms Manager Thomas Stoll hält sich noch bedeckt und verweist darauf, dass eine Entscheidung über das weitere Vorgehen noch nicht gefallen sei.

Es kann also sein, dass am Sonntag (17 Uhr) in der Dreifachturnhalle zwei Pro-B-Teams um den Finaleinzug und Aufstieg kämpfen, die gar nicht aufsteigen wollen. Nutznießer dieser Konstellation könnten die Elchinger Basketballer sein, die einerseits mit einem Sieg im dritten Spiel in Karlsruhe den Aufstieg aus eigener Kraft schaffen können, andererseits aber bei einem möglichen Youngstars-Rückzug selbst bei einer Niederlage jubeln könnten.

Trotzdem nehmen beide Kontrahenten die Partie ernst. Bochum reist sogar zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte einen Tag vorher an und wird am Sonntagmorgen noch ein Wurftraining in der Halle absolvieren. Und auch die Hausherren wollen unbedingt gewinnen. Die Chancen dafür stehen dank des Heimvorteils gar nicht schlecht, schließlich haben die Youngstars bereits im Achtel- und im Viertelfinale die entscheidende dritte Partie in Weißenhorn für sich entschieden. Danny Jansson sieht das Ganze eher pragmatisch: „Ich bin froh, dass wir nicht reisen müssen.“

Ein weiterer Beleg dafür, dass beide Teams unbedingt ins Finale wollen, ist die Physis, die in der zweiten Partie, die Bochum mit 83:79 gewann, noch einmal zugenommen hat. Jansson beschreibt die letzten 15 Minuten, in denen die Partie zugunsten der AstroStars kippte, als „Ringkampf“ und fordert für Spiel drei: „Wir müssen uns auf Bochums harte Spielweise einstellen.“