Basketball Playoff-Plätze für Ulmer Basketballer bald in weiter Ferne

Fotu war von den Bayern nicht zu stoppen.
Fotu war von den Bayern nicht zu stoppen. © Foto: Langer/Eibner
Ulm / tgo 06.04.2018

Ins Schwärmen kam Ulms Trainer Thorsten Leibenath zunächst nicht ob der Leistung von Isaac Fotu. Der Neuseeländer erzielte 32 Punkte in der Partie beim FC Bayern. Das ist neuer Karrierebestwert des Centers, dessen Quote aus dem Feld bei 81,3 Prozent lag (13 getroffene Würfe von 16). Fotu erzielte die ersten zehn Punkte für die zunächst desorientierten Ratiopharm-Korbjäger und hielt damit sein Team im Spiel, nachdem die Bayern schnell mit 10:0 vorne gelegen hatten.

Aber: Ulm hat diese Partie eben auch mit 95:100 verloren – trotz dieser erstklassigen Leistung Fotus. Damit sind die Aussichten im Rennen um einen Playoff-Platz nicht besser geworden. Ulm hat als Tabellenneunter zwei Niederlagen mehr kassiert als der Achtplatzierte Bamberg (ein Spiel weniger). Ebenfalls zwei Niederlagen weniger auf dem Konto hat Frankfurt auf Platz sieben. Gegen die Hessen haben die Ulmer aber wenigstens den direkten Vergleich gewonnen, gegen Bamberg nicht. In den zwei kommenden Auswärtsspielen, am Sonntag (15 Uhr) beim MBC und  eine Woche später in Braunschweig (17.30 Uhr), sind zwei Siege zwingend notwendig, um die Chance auf einen Platz in der Meisterrunde zu wahren.

Lobende Worte fand Leibenath dann aber doch noch für Fotus Galaauftritt. „Es war eine tolle Leistung. Vor allem hat er über 40 Minuten gepunktet. Es kommt ja oft vor, dass jemand zum Beispiel im ersten Viertel hochprozentig trifft, danach aber nicht mehr“, meinte der Coach, der dennoch mit viel Grübeln und Fragen den Arbeitstag beendet hat. Warum hat die Mannschaft die Startphase mal wieder verschlafen? Und: Wie sieht es um die Gesundheit von Per Günther aus, der einen Schlag in die Rippengegen bekommen hat. „Vielleicht ist es eine Rippenprellung“, mutmaßte der Coach zunächst. Gestern gab es Entwarnung.