Co-Trainer Pete Strobl wird neuer Co-Trainer der Basketballer von Ratiopharm Ulm

Neu-Ulm / THOMAS GOTTHARDT 26.07.2016
Die Ulmer Bundesliga-Basketballer haben den Vertrag mit Assistenztainer John Dieckelman nicht verlängert. Neuer Co-Trainer ist der Amerikaner Pete Strobl.

Das war – aller Voraussicht nach – die letzte Personalie vor dem Trainingsstart der Ulmer Bundesliga-Basketballer am 19. August. Der Vertrag mit Assistenztrainer John Dieckelman wurde nicht verlängert. Der neue an der Seite von Chef-Trainer Thorsten Leibenath heißt Pete Strobl. Der bisherige zweite „Co“ Jesus Remirez vervollständigt das Trio.

Dieckelman kam zusammen mit Leibenath 2011 nach Ulm und war an zwei Pokalspielen und zwei Vizemeisterschaften beteiligt. „Als ich nach Ulm kam, war meine Aufgabe dabei zu helfen, Ratiopharm Ulm zu einem legitimen Playoff-Team zu machen. Ich glaube, das ist uns gut gelungen. Jetzt bin ich bereit für eine neue Herausforderung und wünsche Ulm weiterhin viel Erfolg“, sagte der 56-Jährige, der nach einer ernsthaften Erkrankung vor zwei Jahren wieder vollständig genesen ist. „Wir bedanken uns bei John für seinen vorbildlichen Einsatz und wünschen ihm für seine Zukunft viel Erfolg“, sagte Thomas Stoll mit der geübten Rhetorik eines Managers zum Abschied des Jazz-Kenners.

Warum der Vertrag mit dem Amerikaner nicht verlängert wurde, hat einen Grund. „Wir wollen auf der Position des Assistenztrainers einfach neue Impulse setzen“, erklärte Thorsten Leibenath, der sich durch Strobl vor allem im Individualtraining neue Reize verspricht. Da sich die Mannschaft personell kaum verändert hat, bot diese Position die einzige Möglichkeit, etwas zu verändern, etwas zu verbessern. Strobl wird nicht nur vermehrt mit den Profis individuell arbeiten, sondern  auch die Perspektivspieler betreuen, besonders die Großen. Davon  werden im offiziellen 18er-Bundesliga-Kader genug sein. Ex-Profi Strobl hat hat die meiste Zeit seiner aktiven neunjährigen Karriere in Deutschland und Österreich verbrachte und spricht fließend Deutsch. Der 39-Jährige war als Trainer Mitglied der Österreichischen Nationalmannschaft und hat 2009 in Pittsburgh eine Basketballschule gegründet. „Ich freue mich riesig, wieder nach Deutschland zurückzukommen und als Trainer bei einem so erfolgreichen Team wie Ratiopharm Ulm zu arbeiten“, sagte der gebürtige Kalifornier, der mit zwei seiner vier Kinder Mitte August in Ulm erwartet wird.

Leibenath und Strobl kennen sich seit der Zeit, als Leibenath Assistenztrainer in Gießen war und Strobl beim Kooperationspartner Lich als Power Forward spielte. „Pete war als Basketballer vielleicht nicht mit dem größten Talent ausgestattet, aber er hatte damals schon viel Leidenschaft und Herz und eine hundertprozentig professionelle Einstellung. Außerdem haben wir jemanden gesucht, der mit der deutschen Kultur etwas anfangen kann“, erklärte Leibenath.

Wie die konkrete Aufgabenverteilung  zwischen Strobl und Ramirez aussehen wird, das wird sich in der Vorbereitung ergeben. „Es gibt ja viele Aufgaben für einen Assistententen. Vom Athletiktraining bis hin zur Vor- und Nachbereitung von Spielen, sowohl der nationalen als auch der internationalen“,  sagte Leibenath,  der  von der Zusammenarbeit eine klare Vorstellung hat. „Sechs Augen sehen mehr als zwei. Ich bemühe mich, die  Assistenten in meine Entscheidungsprozesse mit einzubinden“, erklärte der Chef-Coach.

Ein nahezu blindes Verständnis muss natürlich erst einmal wachsen. Vor allem in Auszeiten, wenn für Erklärungen nur wenige Sekunden zur Verfügung stehen, müssen die Assistenten ihre Eindrücke schnell und präzise weitergeben, damit Leibenath damit etwas anfangen kann.

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