Basketball Orange Academy erwischt das heißeste Team der Liga eiskalt

David Krämer führte sein Team zum Sieg.
David Krämer führte sein Team zum Sieg. © Foto: Eibner
Punkte Ulm: / swp 08.01.2018

Dass aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen war gegen Trier, war bekannt. Ob die Orange Academy nur drei Tage nach der Niederlage in Vechta (87:76) aber auch die Körner besitzen würde, um das heißeste Team der zweiten Liga/Pro A zu stoppen, hatte sich im Vorfeld nicht absehen lassen.

Dennoch gelang es der Orange Academy beim Heimspiel-Auftakt 2018 nicht nur, die Serie der Gäste (vier Siege in Folge) zu unterbrechen, sondern auch die beste Offensivleistung der Saison aufs Parkett zu zaubern: Vor 730 Zuschauern am Kuhberg trafen die Hausherren 64 Prozent ihrer Feldwürfe und glänzten streckenweise mit spektakulärem Angriffsspiel. „Wir hatten heute das richtige Rezept: Einstellung, Intensität, Defensive – da hat vieles gestimmt. Zusätzlich war unsere Wurfauswahl gut, besonders in der ersten Hälfte“, lobte Coach Danny Jansson das Team nach dem 99:85-Erfolg.

Bissige Defense, gute Ball-Zirkulation – der Auftakt konnte sich sehen lassen: Vor allem David Krämer startete aggressiv und markierte sieben der ersten elf Ulmer Zähler (11:3, 3. Minute). Und Krämer blieb auch weiterhin der Aktivposten im Spiel, unterstützt von Marcell Pongo. Mit einem 7:0-Run brachte sich Trier in der Folge zurück ins Spiel (37:29, 16.). Mit zwei Dreiern beendeten die Moselstädter eine erste Hälfte (48:40).

Umso wichtiger war es, dass die Hausherren die zweite Hälfte mit zwei Dreiern bzw. einem 8:3-Lauf eröffnen konnten (58:46, 22.). Die starken Krämer und Philipps erhöhten weiter, und nach einem Ferner-Dreier stand die Führung bei 21 Zählern (72:51, 27.). Doch dann setzte der Schlendrian ein: Einige Unkonzentriertheiten im Angriff und leichtfertig abgeschenkte Freiwürfe nutzte Trier, um bis zur Viertelpause auf 75:64 zu verkürzen.

Doch das junge Ulmer Team zeigte die richtige Reaktion: Mit Wut im Bauch und hohem defensivem Druck kam das Jansson-Team aus dem Timeout, forcierte prompt zwei Ballverluste und stoppte die Trierer Drangphase mit einem vorentscheidenden 6:0-Lauf (84:70, 34.).

Krämer 24 Punkte, Pongo 16, Ferner 15, Pape 13, Mittmann 12, Rohwer 10, Philipps 4, M. Stoll, Fazekas je 2.

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