Basketball Nur ein Wunder kann Ratiopharm Ulm noch helfen

Ratiopharm Ulm brauch ein Wunder, um in die Playoffs zu kommen.
Ratiopharm Ulm brauch ein Wunder, um in die Playoffs zu kommen. © Foto: Eibner
Ulm / Christian Kern 09.04.2018
Für die Ulmer Basketballer sind die Playoffs nach der dritten Niederlage in Serie in weite Ferne gerückt.

Wütende Fans, ratlose Spieler und ein niedergeschlagener Trainer – nach der 69:80-Klatsche gegen den Mitteldeutschen BC war bei Ratiopharm Ulm Katerstimmung angesagt.

„Wir hatten insgesamt zu wenige Spieler, die mit der richtigen Intensität gespielt haben“, tadelte Coach Thorsten Leibenath seine Schützlinge. Auch auf den sozialen Netzwerken wurden die Ulmer Profis von ihren Anhängern scharf kritisiert. Einige forderten zudem den Rücktritt von Leibenath. Der Grund für den großen Unmut liegt klar auf der Hand: Mit der Niederlage in Weißenfels sind die Playoff-Chancen der Donaustädter auf ein Minimum gesunken.

Ungünstige Ausganglsage

Denn sechs Spieltage vor Ende der regulären Saison haben die Ulmer Korbjäger weiterhin nur den undankbaren Rang neun in der Tabelle inne. Um die Endrunde der Bundesliga zu erreichen, müssten sie an den Fraport Skyliners aus Frankfurt vorbeiziehen. Doch deren Vorsprung auf die Schwaben beträgt bereits vier Punkte, was zwei Siegen entspricht.

Daneben bekommen die Basketballer aus Ulm im Kampf um die Playoffs auch noch Konkurrenz von den punktgleichen Teams aus Gießen und Würzburg. Deren Vorteil: Beide Mannschaften haben ein deutlich leichteres Restprogramm. Besonders Gießen bestreitet, bis auf die Spiel gegen Alba Berlin und die Telekom Baskets Bonn, nur noch Partien gegen Vereine aus dem unteren Tabellenmittelfeld. Die Ulmer müssen hingegen noch gegen vier Mannschaften aus der Top-5 der Tabelle (Bayreuth, Oldenburg, Ludwigsburg, Berlin) antreten.

Bei dieser Ausgangslage dürfen sich die Schwaben wohl keine Niederlage mehr erlauben. Doch viele zweifeln, dass das Team von Thorsten Leibenath dazu in der Lage ist. Schließlich ist es nach drei verlorenen Spielen infolge weiterhin auf der Suche nach seiner Form. Diese sollten die Ulmer spätestens bis zum nächsten Sonntag wieder finden. Dort treffen sie nämlich auf die Basketball Löwen Braunschweig. Dabei ist eines sicher: Sollte die Truppe von Coach Leibenath verlieren, kann ihr wohl auch kein Wunder mehr helfen.

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