Fünf NBA-Profis um Top-Star Dennis Schröder lassen Bundestrainer Henrik Rödl von einem WM-Höhenflug träumen.

„Wir haben keine Angst, vor keinem. Wir können uns mit jedem Verband messen“, sagte der Ex-Profi im Rathaus von Hamburg bei der Vorstellung des vorläufigen 16-Mann-Kaders für die Weltmeisterschaft in China (31. August bis 15. September). „Wir haben viel Selbstbewusstsein.“

Neben Spielmacher Schröder von den Oklahoma City Thunder baut Rödl beim Vorbereitungsstart ab Montag in Trier mit Daniel Theis (Boston Celtics), Maxi Kleber (Dallas Mavericks), Moritz Wagner und Isaac Bonga (beide Washington Wizards) auf fünf Spielern aus der besten Basketball-Liga der Welt. „Es ist mit der tiefste Kader, den die deutsche Nationalmannschaft jemals besaß“, schwärmte auch Superstar Dirk Nowitzki, der die Nationalmannschaft 2002 als Dritter zum besten WM-Ergebnis führte.

Denn auch mit Johannes Voigtmann (ZSKA Moskau), Robin Benzing (Basket Saragossa), dem früheren NBA-Akteur Paul Zipser (zuletzt San Pablo Burgos/Spanien) und dem Bayern-Duo Danilo Barthel und Maodo Lo besitzt die DBB-Auswahl viel internationale Erfahrung und eine Menge Qualität. „Ich war in der glücklichen Lage, aus einem großen Kader auswählen zu können“, sagte Rödl.

Mit Tibor Pleiß musste er sogar einem Center von Euroleague-Finalist Anadolu Efes eine Absage erteilen. Vier Spieler wird Rödl bis zum WM-Start allerdings noch aussortieren müssen. Unumstritten ist Aufbauspieler Schröder. Der gebürtiger Braunschweiger ist für Bundestrainer Rödl „einer der schnellsten Spieler der Welt“ und soll vor allem in kritischen Situationen das Team führen. Um ihn herum will Rödl eine „schnelle und spielstarke Mannschaft“ aufbauen, die den Favoriten USA, Spanien, Griechenland Paroli bieten kann. „In der Breite ist es vielleicht die beste Weltmeisterschaft aller Zeiten“, merkte Rödl an.

Nach dem ersten Training am 5. August wird das deutsche Team sieben WM-Vorbereitungsspiele absolvieren. Am 21. August reist die Nationalmannschaft dann zur Akklimatisierung nach Asien. Die WM startet für die deutsche Auswahl am 1. September im chinesischen Shenzhen mit dem Spiel gegen Frankreich. Weitere Vorrundengegner sind die Dominikanische Republik (3. September) und Jordanien (5. September).

Neben einer Top-Platzierung hofft der DBB zudem auf die Olympia-Qualifikation für Tokio 2020. Dafür muss die Rödl-Mannschaft eins der beiden besten europäischen Teams werden. „Ich bin überzeugt, dass wir den richtigen Geist finden werden. Wie weit es uns dann trägt, werden wir sehen“, sagte Rödl.

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