Niederlage nach Kampf

YANNICK CZISLINSKY 05.02.2016
Lange Zeit konnten die U19-Mannschaft des Team Urspring gegen den Tabellenführer Ulm in der NBBL mithalten. Am Ende reichte es jedoch nicht ganz zum Sieg gegen den Favoriten.

Überraschung knapp verpasst: Die U19-Mannschaft des Team Urspring um Head-Coach Domenik Reinboth verlor vor heimischer Kulisse mit 74:88 (44:39) gegen den ungeschlagenen Tabellenführer ratiopharm Ulm akademie.

Die rund 100 Zuschauer in der Urspringer Junge-Halle sahen einen munteren Beginn beider Mannschaften. Schon das erste Viertel entwickelte sich zu einem regelrechten Schlagabtausch. Mit einem ausgeglichenen 23:23-Spielstand trennten sich beide Teams in die Viertelpause.

Im zweiten Spielabschnitt blieb die Partie weiterhin hart umkämpft. Keine Mannschaft wollte dem Gegner leichte Punkte überlassen. So war die Partie geprägt von vielen Fouls und den daraus resultierenden Freiwürfen. Während das Team Urspring, mit 83 Prozent hochprozentig von der Freiwurflinie traf, ließen die Gäste aus Ulm ungewöhnlich viele Freiwürfe liegen. Lediglich elf der 20 Ulmer Freiwürfe fanden ihr Ziel. Urspring ließ den Ball sehr gut laufen und fand in den Leistungsträgern Joel Aminu und Finn Eckhardt immer wieder Optionen in der Offensive. Vor allem Aminu war großartig aufgelegt. Bis zur Halbzeitpause hatte der Guard bereits 20 Punkte, fünf Rebounds und vier Vorlagen. Die Gäste aus Ulm hielten vor allem in Form von Marvin Omuvwie dagegen. Der athletische Flügelspieler schien den Korb nicht verfehlen zu können und kam bis zur Halbzeit auf 15 Zähler. Urspring gelang es, das zweite Viertel für sich zu entscheiden und mit einer Fünf-Punkte-Führung in die Kabine zu gehen. Laut Coach Reinboth war vor allem das uneigennützige Spiel der Klosterschüler ein wesentlicher Grund für die gute erste Halbzeit. "Wir haben den Ball als Team laufen lassen und die richtigen Abschlüsse gefunden."

Ulm fand in der zweiten Hälfte besser ins Spiel. Der Bundesliganachwuchs wirkte nun viel energischer als noch zuvor. Das Team Urspring hatte Probleme, dem Lauf der Gäste etwas entgegenzusetzen. Zudem hatten die beiden Urspringer Innenspieler Marko Sarac und Finn Eckhardt früh mit Foulproblemen zu kämpfen. Die daraufhin entstandene Lücke im Spiel der Klosterschüler wusste niemand zu füllen. Urspring verlor das Viertel mit 13:28 und gab das Spiel aus der Hand.

Im Schlussabschnitt versuchte das Team Urspring sich noch einmal an die Ulmer heranzukämpfen. Spielmacher Johannes Klughardt drehte auf, traf zunächst einen Dreier und dann einen schwierigen Wurf aus der Mitteldistanz. Marko Sarac konnte nach einem schönen Anspiel von Eckhardt einen wichtigen Wurf verwandeln. Doch letztendlich war Ulm nicht mehr einzuholen.

Trotzdem war Coach Reinboth nach der Partie stolz auf seine Mannschaft: "Die Jungs haben wahnsinnig gekämpft. Nach so einer Leistung brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken. Auf diesem Spiel können wir aufbauen."

In den kommenden Wochen geht es für Urspring in die heiße Phase der Vorrunde. So treffen sie schon am Wochenende gegen Heidelberg an und trifft dann auf Ludwigsburg und Tübingen. Allesamt Teams mit Ambitionen auf die Playoffs.

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