Ulm Neuer Flügelspieler für Ulmer Basketballer

Der Amerikaner Augustine Rubit verstärkt den Ulmer Kader.
Der Amerikaner Augustine Rubit verstärkt den Ulmer Kader. © Foto: Eibner
THOMAS GOTTHARDT 17.06.2015
Der Amerikaner Augustine Rubit hat beim Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Der 25-jährige Texaner kommt von den Walter Tigers aus Tübingen.

Und munter geht’s weiter mit den Verpflichtungen beim Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm. Augustine Rubit ist der erste amerikanische Neuzugang für die kommende Saison. Der 25-Jährige vom Liga-Konkurrenten Tübingen hat einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. „Seine Rookie-Saison in der Bundesliga war stark“, zeigt sich Trainer Thorsten Leibenath von den Leistungen des großen Flügelspielers im ersten Jahr bei den Walter Tigers beeindruckt.

Für die neue Runde stehen somit bereits fest: Per Günther, David Brembly, Joschka Ferner, Augustine Rubit und Philipp Neumann. Bis auf Ferner haben alle einen Vertrag bis 2017. „Jetzt suchen wir noch zwei Große und drei Außenspieler“, fasst Leibenath die weitere Planung zusammen: „Aber in dem Tempo wird es wohl nicht weitergehen.“

Für die großen Positionen stehen unter anderem zur Diskussion: Tim Ohlbrecht und Maarty Leunen. „Beide stehen auf unserer Wunschliste weit oben. Wie realistisch die Chance auf eine Weiterverpflichtung ist, ist schwer einzuschätzen“, sagt Leibenath, der kein Hehl daraus macht, dass er Ohlbrecht, aber auch Leunen gerne halten möchte.

Nur selten gab es einen Ulmer Spieler, dessen Leistungen so unterschiedlich bewertet werden wie die Leunens. Das hängt damit zusammen, dass das, was er im Spiel macht, nicht immer statistisch erfassbar ist. „Er hat einfach eine starke Präsenz auf dem Parkett“, behauptet Leibenath und verweist auf einen statistischen Wert aus einer Partie gegen Bamberg (88:95). In der Kategorie Plus/Minus kam Leunen mit null Punkten auf den Wert plus zehn. Die Plus-Minus-Statistik gibt Auskunft darüber, wie sich die Korb-Differenz zwischen zwei Teams entwickelt, während dieser Spieler auf dem Parkett steht. Heißt: Spielte Leunen (25 Minuten), erzielte Ulm mehr Punkte als es kassierte. Theoretisch ist auch Ian Vougioukas eine Option, aber die bleibt wohl theoretischer Natur. Mit den bisherigen Verpflichtungen zu diesem Zeitpunkt zeigt sich der Ratiopharm-Coach „zufrieden“.

Augustine Rubit war bei den Tübingern Starter auf der Position vier. Dessen größtes Plus: die Athletik und das Durchsetzungsvermögen unterm Korb. Alleine die Quote aus der Distanz ist nicht berauschend, aber auch ein Vierer muss eben nicht alles können. „Seine Vielseitigkeit und seine Athletik haben uns überzeugt“, meinte Leibenath, der als Lehre aus der vergangenen Saison im neue Kader vor allem ein Plus an Athletik haben möchte.

Der aus Houston stammende Texaner konnte in seinem ersten Jahr außerhalb der USA nahtlos an die College-Leistungen anknüpfen: An der Universität von Süd-Alabama führte der Student der Kommunikationswissenschaften die Jaguars von 2010 bis 2014 in Punkten und Rebounds deutlich an. 2013 wurde Rubit als bester Spieler der Sunbelt Conference ausgezeichnet. Außerdem hält der Forward den Rebound-Rekord in der Sunbelt-Conference (1183), nachdem er die 17 Jahre alte Bestmarke (1010) Mitte seiner letzten College-Saison eingestellt hatte. Doch Rubit, so Leibenaths Einschätzung, geht es nicht nur um die eigene Statistiken: „Am College und auch besonders in Tübingen hatte Augustine einen sehr positiven Einfluss auf seine Mannschaftskameraden. Er ist ein absoluter Teamplayer.“

Nach seinem College-Abschluss im Frühjahr 2014 wurde Rubit im NBA-Draft nicht gezogen und spielte in der NBA-Summer-League in Las Vegas. Dort war auch Tigers-Manager Robert Wintermantel – und Thorsten Leibenath.