Ulm Nachgefragt: Bonn bleibt keine Zeit für Frust

20.05.2015
Wenn die Ulmer Basketballer das entscheidende fünfte Spiel gegen Bonn gewinnen, ziehen sie ins Halbfinale ein. Wie sieht es Mathias Fischer, der Trainer der Baskets Bonn?

Herr Fischer, wie ist die Stimmung nach der Niederlage in Ulm?

MATHIAS FISCHER: Es ist nicht leicht, in Ulm zu gewinnen und wir haben nicht unser bestes Spiel abgeliefert. Natürlich muss man so ein Spiel erst einmal verdauen und ist am ersten Tag gefrustet. Aber es bleibt keine Zeit für Frust, weil es kommt ja schon das nächste Spiel und da muss man Leistung bringen.

Sie haben mit Bonn zwei der letzten drei Heimspiele gegen Ulm verloren. Kann man trotzdem von einem Heimvorteil sprechen?

FISCHER: Ja, man muss immer von einem Heimvorteil sprechen. Ich freue mich, dass das Spiel zuhause stattfindet, mit der Unterstützung unserer Fans. So wie wir im letzten Heimspiel aufgetreten sind, bin ich sehr zuversichtlich.

Steht das Heimteam unter dem größeren Druck oder ist das in Spiel fünf egal?

FISCHER: Das ist völlig egal, es ist das fünfte Spiel. Das ist für beide Seiten eine Drucksituation. Eine Mannschaft wird in den Urlaub und eine ins Halbfinale gehen.

Ist Ian Vougioukas der Schlüsselspieler, den Bonn kontrollieren muss?

FISCHER: Es sind andere Spieler, die wir in den Griff bekommen müssen. Vougioukas ist ein erfahrener Spieler, der auf dem allerhöchsten Level gespielt hat. Der wird immer Wege finden, Punkte zu machen.

Was wird den Unterschied in Spiel fünf ausmachen?

FISCHER: Wenn ich das wüsste. Man kann nicht sagen, die Rebounds oder die Dreier werden ausschlaggebend sein. Es muss ein defensives Spiel sein. Wir müssen gut verteidigen, schnell spielen und den Ball gut bewegen. Das ist unser Spiel und das wollen wir dieses Mal besonders gut machen. seb

Info Mathias Fischer, 43, ist seit 2013 Trainer der Baskets Bonn.