Crailsheim Merlins stoßen Tor zum Halbfinale auf

Crailsheim / KLAUS HELMSTETTER 12.04.2014
Mit einem verdienten 67:56- Heimerfolg, der noch deutlicher hätte ausfallen können, gehen die Merlins in der Serie mit Gotha 2:1 in Führung und sind nur noch einen Sieg vom Einzug ins Halbfinale entfernt.

Fröhlich lachende und rhythmisch klatschende Zuschauer in der einmal mehr pickepacke vollen Hakro-Arena feierten ihre Mannschaft für einen Sieg, der letztlich nicht ernsthaft in Gefahr geriet.

Gut ein Viertel brauchten die Hausherren gestern jedoch für ihr Warming Up. In den ersten zehn Minuten wechselten sich Licht und Schatten munter ab. Aktivposten im Spiel der Einheimischen war Yorman Polas, der drei Körbe in Folge machte und den dritten mit einem sehenswerten Dunk abschloss. Auf der anderen Seite leisteten sich die Merlins aber auch einige Flüchtigkeitsfehler und das ohne direkte Bedrängnis. Bei den Halbdistanzwürfen waren die Gastgeber deutlich überlegen (80:38%).

Die entscheidende Wende und so etwas wie eine Vorentscheidung brachte dann ein 9:0-Lauf der Merlins unmittelbar vor der Pause. Von 28:28 zogen sie auf 37:28 davon. Gotha half in dieser Phase auch eine Auszeit nicht aus der Malaise. Die Hausherren waren kaum aufzuhalten. Lohn der Mühen: Die Statistik attestierte den Crailsheimern zum Seitenwechsel ein deutliches Plus in Sachen Zwei-Punkt-Würfe. Auch die Rebound-Zwischenbilanz schlug eindeutig zugunsten von Willie Youngs Team aus (21:13). Ein allzu sanftes Ruhekissen sollte dieser Vorsprung freilich nicht werden, denn die Gäste aus Thüringen sandten immer wieder eindeutige Lebenszeichen aus. Doch die Merlins blieben konsequent am Drücker. Yorman Polas lieferte in Angriff und Abwehr Kostproben seiner Schnelligkeit und enormen Sprungkraft. Zunächst räumte er unter dem eigenen Korb einen verdutzten Gegenspieler mit einem kraftvollen Block ab, um postwendend vorne gleich die nächsten Punkte einzutüten. Aktionen, so recht nach dem Geschmack der Zuschauer. Feierlaune als Einstimmung auf das Wochenende. Zwischenzeitlich lagen die Merlins mit maximal 19 Punkten in Führung,

Chris Ensminger, bis dato lebhaft an der Linie gestikulierender Gästecoach nahm in der Folge sogar mal auf der Bank Platz. Wer diese Geste freilich als aufkommende Resignation interpretieren wollte, war falsch gewickelt. Gotha hatte zu Beginn des Schlussviertel noch eine starke Phase und die Merlins leisteten sich einen Holperstart in den finalen Durchgang. Gotha kam Korb um Korb auf, reduzierte den Crailsheimer Vorsprung auf gerade mal sechs Punkte. Eine Zitterpartie blieb den Anhängern gestern dennoch erspart. Die Merlins bauten ihr Plus von sechs Punkten wieder auf 15 aus - die Würfel waren gefallen. "Wir haben deutlich mehr Energie gezeigt als zuletzt, Raum für unsere Aktionen geschaffen, die gegnerischen Flügel gut im Griff gehabt und die Körbe dominiert", freute sich Merlins Teammanager Martin Romig über eine Erfolgs-Mischung mit der sich Partien gewinnen lassen. Mit Spiel 4 geht die Serie schon am Sonntag in Gotha weiter (Beginn: 17 Uhr).

Beste Werfer Merlins: Polas 17 Punkte, Moore 13 (1 Dreier), Medlock 10 (1), Sullivan 7, Johnson 6 (12 Rebounds), Crow 5 (1), Kronhardt 5 (7 Rebounds), Friedel 4, Tetzner, Gais.

Gotha: Kreis 13 (2), Johnson 11 (3)

Viertel: 17:16 / 37:28 / 53:36 /67:56

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