Dieser Spieltag unter der Woche mit diesen Resultaten hat für reichlich Bewegung in der Tabelle gesorgt. Die 90:97-Heimniederlage gegen Jena ließ den Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm von Tabellenplatz sechs auf acht runterrutschen. Der heutige Gegner s. Oliver Würzburg (20.30 Uhr) sprang nach dem Heimsieg über Göttingen von Tabellenplatz acht auf sechs. Es war der sechse Erfolg in Serie.

Vor etlichen Wochen noch haben die Unterfranken eher nach unter geschaut, Richtung Abstiegsplätze. Der Blick auf die Playoff-Ränge war von viel Sehnsucht geprägt. Dann aber kam die Wende – nicht ganz unerwartet. „Wir waren uns im Trainerstab eigentlich die ganze Zeit über einig, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, die Mannschaft so weiterzuentwickeln, dass sie regelmäßig Spiele gewinnt“, meinte der Würzburger Trainer Denis Wucherer nach der jüngsten Erfolgsserie.

Gut gelaunte Würzburger auf der einen, schlecht gelaunte Ulmer auf der anderen Seite – so die aktuellen Befindlichkeiten bei beiden Mannschaften. Die Ratiopharm-Korbjäger versuchten sich nach dem verlorenen Spiel gegen Jena zunächst in Normalität. Gestern 13.30 Uhr Horror-Video-Sitzung. Danach Mannschaftstraining und weitere Vorbereitungen auf den Gegner. Nach Würzburg sind die Ulmer Basketballer erst heute aufgebrochen und nicht einen Tag vorher, wie sonst üblich.

Auf dem Trainingsplan stand aber nicht nur Basketball, sondern auch Reden. Reden über die mentalen Probleme, die die Mannschaft vor allem im ersten Viertel gegen die Thüringer offenbarte. Reden über alles. Für Assistenztrainer Pete Strobl ist das jedenfalls, so sagte er im Fantalk nach dem Jena-Spiel, ein wichtiger Bestandteil der Verarbeitung der aktuellen Niederlagen.

Zum Fantalk hätte eigentlich Dwayne Evans erscheinen sollen. Der Amerikaner musste sich jedoch gleich nach der Partie medizinisch behandeln lassen. Für einen Einsatz heute besteht jedoch wohl keine größere Gefahr.

Evans war gegen Jena einer der wenigen Ulmer mit Wut im Bauch in Halbzeit zwei. In den ersten beiden Viertel kam Evans auf gerade einmal zwei Punkte. Im zweiten Abschnitt verbuchte der 26-Jährige 22 Punkte. Und in der Defensive arbeitete Evans ebenfalls hart. Nur geholfen hat es eben nicht. Und deshalb steht die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath heute in Würzburg stark uner Druck. Zumal nach dieser Partie rund zwei Wochen Pause ist. Und wer will in dieser Zeit schon die ganze Zeit über eine Niederlage nachdenken.

„Wir müssen die zwei Niederlagen so schnell wie möglich aus den Köpfen bekommen“, machte Trainer Leibenath seinen Spielern mehr als deutlich klar, um was es in Würzburg geht. Von den kommenden freien Urlaubstagen will ja schließlich jeder etwas haben.

Per Günther begleitet Ismet Akpinar nach Trier


Frank Menz, Trainer in Braunschweig und der National-Auswahl beim Allstar-Game am 23. März 2019 in Trier, hat seiner erfahrenen Starting Five drei weitere Nationalspieler zur Seite gestellt mit Johannes Thiemann (Berlin), Andreas Seiferth (Bayreuth) und Patrick Heckmann (Bamberg). Der „Methusalem“ des Allstar-Tages ist Per Günther von Ratiopharm Ulm. Für den 31-Jährigen ist es die neunte Nominierung.  Aus Ulm ist noch Ismet Akpinar dabei. tgo