Basketball Meister sieht den FC Bayern als Schrittmacher in der Liga

Die Fans haben noch am Sonntag ordentlich mit dem alten und neuen deutschen Meister in der Innenstadt gefeiert..
Die Fans haben noch am Sonntag ordentlich mit dem alten und neuen deutschen Meister in der Innenstadt gefeiert.. © Foto: Imago
Bamberg / dpa 13.06.2017

In den kostbaren Moment des Triumphs mischte sich bei den Basketball-Riesen von Brose Bamberg Wehmut. Nach der dritten Meisterschaft in Serie muss Erfolgscoach Andrea Trinchieri seiner Mannschaft auf dem erhofften Weg in eine neue Ära wohl ein frisches Gesicht geben. „Es ist nicht so, dass wir komplett vor dem Umbruch stehen. Es wird den einen oder anderen Umbau geben“, räumte Geschäftsführer Rolf Beyer nach dem Sturm zur neunten Meisterschaft ein. Ausgerechnet der erneut im Halbfinale düpierte Rivale FC Bayern München könnte den Oberfranken als Schrittmacher dienen.

Der Architekt im sportlichen Bereich wird indes weiter Trinchieri heißen. Aufsichtsratschef Michael Stoschek verkündete schon kurz nach dem vierten Double der Vereinshistorie die Vertragsverlängerung mit dem Italiener, der bislang einen Kontrakt bis 2018 hatte.

Die gewachsenen Ansprüche der Bamberger müssen auch in Zukunft bedient werden. Mit dem nationalen Titelgewinn hat Bamberg die sportliche Qualifikation für die Euroleague geschafft – dort soll es kommende Saison als erster deutscher Klub unter die besten acht Teams des Kontinents gehen. Der wieder einmal im BBL-Halbfinale ausgeschaltete FC Bayern soll da im besten Fall zur Triebfeder werden.

„Es ist keine Frage für mich, dass Bayern München ein Tempo vorlegen wird, dass der Maßstab für alle anderen ist“, sagte Stoschek. „Ich bin mir sicher, dass die Führung des FC Bayern mit dem unglaublichen Potenzial aus dem Fußball entsprechend Geld generieren wird. Sie werden sich nicht zufrieden geben, immer wieder mit 0:3 gegen Bamberg zu verlieren.“

Wichtig wäre da auch Klarheit in so mancher Personalfrage. Daniel Theis, Nicolò Melli oder Darius Miller sind nicht erst seit der siebten Meisterschaft in acht Jahren Abwanderungskandidaten. „Wir hatten in diesem Jahr eine Mannschaft, die man vom Charakter vielleicht so nicht wiederholen kann“, meinte Beyer. „Vielleicht haben wir nächstes Jahr aber ein Team mit mehr Talent. Wir werden am 20. August ins Trainingscamp gehen und dann werden wir eine gute Truppe haben, das verspreche ich.“