Basketball Max Ugrai soll das Flügelspiel beleben

Der mächtige Max Ugrai wechselt von City Jena nach Ulm.
Der mächtige Max Ugrai wechselt von City Jena nach Ulm. © Foto: BBU
Ulm / swp 12.05.2018

Ratiopharm Ulm hat den ersten Spieler für die neue Saison verpflichtet. Ein zweiter Korbjäger, ein alter Bekannter, soll quasi vor der Tür stehen, was natürlich dementiert wird von den Verantwortlichen des Basketball-Bundesligisten.

Vom Liga-Konkurrenten Jena kommt, das steht fest,  Maximilian Ugrai für zwei Jahre an die Donau. Der 2,01 Meter große Flügelspieler bringt die Erfahrung aus 104 BBL-Spielen mit. Nachdem der gebürtige Bad Mergentheimer im Alter von 13 Jahren nach Würzburg wechselte und dort 2014 seine Profikarriere begann, gelang Ugrai in der vergangenen Saison in Jena ein enormer Entwicklungsschritt. In knapp 20 Minuten Einsatzzeit legte er 7,4 Punkte, 3 Rebounds und eine Feldwurfquote von 47,9 Prozent auf. Dabei stand Ugrai in 27 von 34 Partien in der Startformation. Das Ulmer Publikum hat Ugrais Karrierebestwert noch in unguter Erinnerung sein: Im Januar 2018 erzielte er in der Arena 22 Punkte.

 „Max hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert und sich zu einem verlässlichen Faktor in gut spielenden Teams entwickelt“, beschreibt Trainer Thorsten Leibenath den Neuzugang. „Max ist ein Big Man, der sowohl mit dem Rücken als auch mit dem Gesicht zum Korb spielen kann. Ähnlich wie Ismet Akpinar ist er zwar noch jung, bringt aber trotzdem jede Menge Erfahrung mit“, freut sich Leibenath auf die Verstärkung.

 Ugrai, der gemeinsam mit seiner Freundin gestern zur Wohnungsbesichtigung in Ulm war, meint: „Ich will in Ulm die nächsten Schritte machen und mich zu einem besseren Basketballer entwickeln.“ Der 22-Jährige wird den Sommer erneut mit der A-2-Nationalteam verbringen.

Und „Big John“?

Ein zweiter Neuzugang wollte noch kein offizieller Neuzugang werden. Das Basketball-Magazin „Big“ verbreitete gestern die Meldung, John Bryant komme zurück nach Ulm. Der bullige Center hat zuletzt in Gießen gespielt. Bryants Europa-Abenteuer begann 2010 (bis 2013) bei Ratiopharm Ulm. Als „Big Ente“ bezeichnete der Manager Thomas Stoll bei Twitter geistreich die Meldung.

Trainer Thorsten Leibenath zeigte sich zunächst „amüsiert“ ( „das ist an mir ja völlig vorbei gegangen“), um dann wenigsten zuzugeben: „Es wäre fahrlässig, sich mit einem solchen Spieler nicht zu beschäftigen.“ Damit wollte der Coach jedoch ausdrücklich nicht einräumen, die Verpflichtung sei bereits in trockenen Tüchern.

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