Basketball Ratiopharm Ulm verliert knapp gegen Frankfurt

Ulmer Basketballer verlieren Heimspiel gegen Fraport Skyliners nach starker Aufholjagd in zweiter Spielhälfte nur mit einem Punkt Rückstand.
Ulmer Basketballer verlieren Heimspiel gegen Fraport Skyliners nach starker Aufholjagd in zweiter Spielhälfte nur mit einem Punkt Rückstand. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Neu-Ulm / Sebastian Schmid 14.02.2018
Die Ulmer Basketballer verlieren ihr Heimspiel am Mittwoch gegen die Fraport Skyliners mit 77:78 (31:41).

Statt Fest-Spiele droht den Ulmer Basketballern eine Woche des Schreckens. Nach der 90:95-Niederlage gegen die Gießen 46ers verlor das Ratiopharm-Team am Mittwochabend vor 6200 Zuschauern mit 77:78 gegen die Skyliners Frankfurt und muss sich in den restlichen 13 Saisonspiele ordentlich strecken, um die Meisterschaftsrunde noch zu erreichen. Nach den beiden Pleiten machte Trainer Thorsten Leibenath keinen Hehl daraus, dass die Playoff-Teilnahme ernsthaft in Gefahr ist. „Das war sie aber schon die ganze Saison über.“

Bevor es in die Länderspiel-Pause geht findet am Wochenende noch die Pokal-Endrunde in der Ratiopharm-Arena statt. Während die restlichen Halbfinal-Teilnehmer München, Berlin und Bayreuth ihre Bundesliga-Partien gestern erfolgreich meisterten, haben die Gastgeber ihre Generalprobe verpatzt.

Nicht der einzige Grund, warum Leibenath sich vor dem Halbfinale am Samstag gegen die Bayern (16 Uhr) sicher ist: „Keiner setzt auch nur einen Pfifferling auf uns.“ Die beiden jüngsten Auftritte geben dazu auch wenig Anlass. Der Ratiopharm-Coach stellte seiner Mannschaft ein verheerendes Zeugnis aus: „Wir haben alles vermissen lassen, was es braucht, um eine gute Mannschaft zu schlagen. Unsere Eins-gegen-eins-Verteidigung war über 40 Minuten mangelhaft.“

Dass Per Günther, Jerrelle Benimon und Joschka Ferner, die gegen Gießen ausfielen, wieder dabei waren, fiel nur zahlenmäßig ins Gewicht. Punktemäßig trug das Trio nichts bei, wobei Ferner nicht spielte. Auch Luka Babic, Tim Ohlbrecht und Trey Lewis sind in ihrer momentanen Verfassung nur Statisten. „Ich würde mir wünschen, tiefer spielen zu können, aber dafür muss mehr kommen“, haderte Leibenath mit den außer Form befindlichen Akteuren.

Wer nach der Gießen-Niederlage auf eine Trotzreaktion gehofft hatte, wurde enttäuscht. Frankfurt hatte drei Viertel lang alles im Griff, erst im letzten Durchgang fand Leibenath die Formation, die den Kampf annahm und sich eine Siegchance erarbeitete. Nachdem der Ex-Ulmer Jonas Wohlfarth-Bottermann 3,8 Sekunden vor dem Ende nur einen seiner beiden Freiwürfe traf, hatte Da’Sean Butler mit der Sirene den Sieg in der Hand – doch sein Wurf verfehlte das Ziel.

Gäste-Trainer Gordon Herbert, der auf Mike Morrison und Niklas Kiel verzichten musste, freute sich vor allem über die Auftritte des 18-jährigen Isaac Bonga, der von drei NBA-Klubs beobachtet wurde, und des 19-jährigen Richard Freudenberg, der mit 16 Zählern einen neuen persönlichen Bundesliga-Punkterekord aufstellte. Herbert: „Die Jungs haben heute wie Männer gespielt.“

Nach der Schlusssirene tauschten Butler und Freudenberg ein paar Worte aus. Was dabei gesprochen wurde? „Er hat mich gefragt, wer ich bin. Irgendwie hatten die mich wohl nicht auf dem Plan. Ich denke, das hat sich jetzt geändert“, sagte Freudenberg.

So spielten sie

Punkte Ratiopharm Ulm: Thompson 19, Akpinar 18, Butler 15, Fotu 10, Ohlbrecht 6, Krämer 5, Babic 2, Lewis 2

Skyliners Frankfurt: Scrubb 18, Freudenberg 16, Bonga 14, Wohlfarth-Bottermann 11, Völler 8, Robertson 6, Webster 5

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