Ulm Lösbare Aufgaben: Schlussspurt für Ulmer in der Basketball-Bundesliga

Ulms Philipp Schwethelm (l.) könnte schon früh in den Playoffs auf München und Robin Benzing treffen.
Ulms Philipp Schwethelm (l.) könnte schon früh in den Playoffs auf München und Robin Benzing treffen. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / SEBASTIAN SCHMID 08.04.2014
Betrachtet man die restlichen Spiele der Ulmer Basketballer und ihrer Tabellennachbarn, hat das Team gute Karten, noch an Boden gut zu machen. Die Konkurrenz hat das vermeintlich schwerere Programm.

Schlussspurt in der Basketball-Bundesliga: Trotz der 59:70-Niederlage gegen Bayern München ist das Team von Ratiopharm Ulm auf einem guten Weg Richtung Playoffs. Dort allerdings droht in der ersten Runde ein richtig schwerer Brocken. Sollte das Team von Trainer Thorsten Leibenath, der am Montag seinen 39. Geburtstag feierte, auf dem siebten Platz bleiben, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit gegen Bayern München oder Meister Brose Baskets Bamberg gehen.

Da wäre es von Vorteil, wenn der Eurocup-Teilnehmer in der Tabelle noch ein wenig nach oben klettern würde. Bei noch sechs ausstehenden Spielen ist das zu erreichende Maximum wohl Rang fünf. Dazu muss Ulm zwei Siege auf die Artland Dragons aufholen. Das ist schwer, aber nicht unmöglich, wie ein Blick auf das Restprogramm der Playoff-Kandidaten zeigt.

Zieht man die aktuellen Platzierungen der restlichen Kontrahenten heran, hat Ulm das vermeintlich einfachste Restprogramm. Drei Heim- und drei Auswärtsspiele müssen Per Günther und Co. noch bis zum 1. Mai absolvieren. Dabei trifft der Pokalfinalist nur noch auf eine Mannschaft, die aktuell auf einem der acht Playoff-Plätze liegt.

Am vorletzten Spieltag sind die Artland Dragons in Neu-Ulm zu Gast. Nach dem Erfolg im 75:62-Hinspiel könnte sich Ulm mit einem weiteren Erfolg den direkten Vergleich gegenüber Leibenaths Ex-Team sichern. Die Dragons müssen bis zum Duell mit Ulm unter anderem noch beim Pokalsieger Berlin und zuhause gegen die Playoff-Kandidaten Bonn (6.) und Mitteldeutscher BC (8.) antreten.

Die Bonner haben als Sechster einen Sieg mehr auf dem Konto als Ulm - und ein Restprogramm, das es in sich hat. In den ausstehenden sechs Partien warten fünf Teams, die aktuell auf einem Playoff-Platz stehen, darunter Berlin, Oldenburg und Meister Bamberg. Da Ulm jedoch den direkten Vergleich gegen die Baskets verloren hat, muss das Team von Leibenath zwei Spiele mehr als die Bonner gewinnen.

So ganz darf die Ratiopharm-Mannschaft die Konkurrenten, die ihnen im Nacken sitzen, aber nicht aus den Augen verlieren. Der Mitteldeutsche BC liegt mit einem absolvierten Spiel mehr nur einen Sieg hinter Ulm, hat allerdings den direkten Vergleich verloren. Mit Bonn, Quakenbrück und Bamberg hat der MBC aber noch einige Brocken aus dem Weg zu räumen.

Dahinter hofft Ludwigsburg als Neunter auf Ausrutscher der Teams vor ihnen. Um davon zu profitieren müssen die MHP-Riesen allerdings im Derby zuhause gegen Ulm, bei den Bayern in München und beim Vorjahresfinalisten in Oldenburg Zählbares erreichen.

Das Ulmer Restprogramm