BBL Lizensierungsausschuss: Noch keine klare Faktenlage

Das Heimspiel gegen Crailsheim (Bild) wird nach Lage der Dinge das vorerst letzte für die Artland Dragons gewesen sein.
Das Heimspiel gegen Crailsheim (Bild) wird nach Lage der Dinge das vorerst letzte für die Artland Dragons gewesen sein. © Foto: Steffen Förster
Crailsheim/ Köln / KLAUS HELMSTETTER 05.05.2015
Am Donnerstag tagt der BBL-Lizensierungsausschuss in Köln. Dabei wird sich zeigen, welche Teams grünes Licht bekommen. Das teilt Dirk Kaiser mit, Leiter der Abteilung Kommunikation und Medien für die BBL.

Der Rückzug der Artland Dragons hat viele Basketballfreunde überrascht. Sollten die beiden Aufsteiger aus Würzburg und Gießen, wie auch die übrigen bisherigen BBL-Teilnehmer, eine Lizenz bekommen, stünde die Liga plötzlich mit 17 Mannschaften da. Daraus könnten sich, so Dirk Kaiser, zweierlei Möglichkeiten ergeben. Zum einen könnte ein dann freier Platz über ein Wildcard-Verfahren vergeben werden, um auf die Teilnehmerzahl von 18 zu kommen. Andererseits wäre auch vorstellbar, dass die Liga ihren Spielbetrieb mit 17 Teams aufnimmt.

"Was tatsächlich passieren wird, kann man zum derzeitigen Zeitpunkt nicht sagen. Das wäre Kaffeesatzleserei", erklärt der BBL-Pressemann weiter. "In der Vergangenheit wurde immer mit 18 Mannschaften gespielt. Schließlich bekommen die Teilnehmer dann ein Heimspiel mehr als bei nur 17 Teams. Andererseits", führt Dirk Kaiser weiter aus, "gibt es auch größere Vereine, die stark beansprucht sind, die gegen eine zusätzliche Pause nichts einzuwenden hätten, wenn es nur 17 Mannschaften gäbe." Kaiser rechnet damit, dass zeitnah nach Tagung des Lizensierungsausschusses eine Entscheidung über ein Wildcard-Verfahren gefällt wird. Das freilich ist mit Kosten von 250.000 Euro nicht gerade billig.

Auch die Crailsheim Merlins werden zumindest mal bis Donnerstag abwarten, bis die Faktenlage einigermaßen klar ist, um auf dieser Basis Entscheidungen zu treffen. Erfahrungsgemäß könnte aber auch noch Zeit ins Land gehen, denn in der Vergangenheit wurden Lizenzen zunächst auch mit Auflagen erteilt, die es dann erst mal zu erfüllen gelte. Die Merlins wollen die "Sachlage prüfen", wie sich Manager Martin Romig diplomatisch ausdrückt. Jedenfalls haben sie ihre Unterlagen auch für die erste Liga eingereicht. "Wir haben unser Umfeld darüber informiert, dass es vielleicht die Möglichkeit geben könnte, über ein mögliches Wildcard-Verfahren in der Liga zu bleiben. Aber über ungelegte Eier zu reden, macht keinen Sinn."

Schon am Mittwoch beginnen die Play-offs der besten acht: Brose Baskets Bamberg (1.) - MHP Riesen Ludwigsburg (8.); Alba Berlin (2.) - EWE Baskets Oldenburg (7.); Bayern München (3.) - Fraport Skyliners (6.) und Telekom Baskets Bonn (4.) - Ratiopharm Ulm (5.)