Kommentar: The Best of the Rest

SEBASTIAN SCHMID 21.05.2015

Riesige Freunde bei den Ulmer Bundesliga-Basketballer und ihren Fans. Nachdem das Ratiopharm-Team bereits mit 1:2 gegen Bonn zurückgelegen hatte, haben Per Günther und Co. die Serie gedreht und stehen nach dem gestrigen 86:79-Sieg am Rhein im Halbfinale. Dort wartet mit Bamberg ein scheinbar übermächtiger Gegner. Doch die Ulmer haben gegen Bonn viel Moral und großen Kampfgeist bewiesen - vielleicht ist nun die Sensation gegen die Franken drin.

Selbst wenn es nicht für das Finale reicht, ist die Saison für die Ulmer ein toller Erfolg. Realistisch betrachtet werden nur noch die Plätze hinter den drei Top-Klubs aus Bamberg, Berlin und München ausgespielt, die die Meisterschaft unter sich ausmachen. Das Trio ist dem Rest der Liga enteilt. Deshalb haben die Ulmer mit dem Halbfinal-Einzug in der Bundesliga das Maximale bereits erreicht. Sie sind "The Best of the Rest". Jeder weitere Sieg wäre eine schöne Zugabe, der Final-Einzug ein kleines Basketball-Wunder.

Durch den Halbfinal-Einzug sind die Ulmer nun aber auch erster Herausforderer der drei großen Bs. Etwas, worauf sich der Klub angesichts der Konkurrenz aus Oldenburg oder Bonn etwas einbilden kann. Es ist aber auch ein Status, den es für den Ratiopharm-Team im kommenden Jahr zu verteidigen gilt.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel