Basketball Königliches Vergnügen für Ulmer Basketball-Talente

Timo Lanmüller war zweitbester Ulmer Scorer.
Timo Lanmüller war zweitbester Ulmer Scorer. © Foto: BBU `01
Ulm / swp 13.02.2018

Die Schlussfolgerung von Thomas Stoll nach der Premieren-Teilnahmen der Ulmer U18 am Adidas Next Generation Tournament (ANGT) liegt nahe. „Wir waren wohl in der stärkeren Gruppe“, mutmaßte der Manager von Ratiopharm Ulm. In allen vier Platzierungsspielen setzten sich die Teams aus der Ulmer Vorrunde klar durch. Deshalb haderte Stoll ein wenig mit der Auslosung: „Vielleicht wäre sogar noch mehr drin gewesen.“

Doch auch so schlugen sich die Ulmer Basketball-Talente mehr als achtbar. Zwei Siege bei zwei Niederlagen können sich sehen lassen. Auch wenn unterm Strich nur der Vorletzte Platz heraussprang, zeigte das Team des Trainer-Duos Trainer Danny Jansson/Chris Ensminger, dass es auf europäischem Top-Niveau nicht chancenlos ist.

Nach einer Auftakt-Niederlage gegen das türkische Team von Darussafaka Istanbul (51:75) zogen die Ratiopharm-Talente auch im deutschen Duell mit Alba Berlin den Kürzeren (66:88). Beides Mal hielt Ulm eine Halbzeit lang gut mit, dann zogen die leicht favorisierten Gegner davon.

Zum Abschluss der Vorrunde wartete dann der schwerste Brocken auf Topscorer Mate Fazekas und Co. Der spanische Talentschuppen von Real Madrid hatte nicht nur die Turnierserie 2015  gewonnen, sondern war auch seit über vier Jahren beziehungsweise 21 Vorrundenspiel ungeschlagen. Und auch im Münchner Audi-Dome hatten die Spanier ihre Partien bis zum Duell mit den sieg­losen Ulmern souverän gestaltet. Doch die Ratiopharm-Akteure legten ausgerechnet gegen die „Königlichen“ ihre Nervosität aus den ersten Partien ab und feierten mit ihrem neuformierten Team gegen den späteren Turniersieger (77:57 im Finale gegen Bayern München) den Premierensieg beim ANGT.

Ein Auftritt der Selbstvertrauen gab, denn auch der zweite spanische Vertreter wurde im Spiel um Platz sieben geschlagen. Gegen Real Betis Sevilla gelang ein 78:67-Erfolg. Entsprechend positiv fiel die Bilanz von Chris Ensminger aus: „Wir sind nervös in das Turnier gestartet. Doch als die Spieler immer mehr an sich geglaubt und sich gegenseitig vertraut haben, sind wir in jedem Spiel gewachsen.“

Für Ulmer spielten: Fazekas (14,5­­ Punkte im Schnitt pro Spiel), Lanmüller (11,8), Köpple (8,8), Ensminger (8,5), George (8), Großkopf (6), Krimmer (5,3), Hoeke (3), Antic (1,5), Reisig (1,3), Ferber und Krasovec.