Basketball Jerrelle Benimon bleibt bis Saisonende bei Ratiopharm Ulm

Jerrelle Benimon sollte ursprünglich nur für vier Wochen aushelfen. Nun bleibt der Amerikaner bis zum Saisonende.
Jerrelle Benimon sollte ursprünglich nur für vier Wochen aushelfen. Nun bleibt der Amerikaner bis zum Saisonende. © Foto: Eibner
Ulm / Sebastian Schmid 02.12.2017
Basketball-Bundesligist Ratiopharm Ulm hat den Vertrag mit Jerrelle Benimon verlängert und den 26-Jährigen bis zum Saisonende an sich gebunden. Die Vertragsverlängerung hat allerdings einen unerfreulichen Grund.

Vom Zeitarbeiter zum Festangestellten: Jerrelle Benimon hat seine Chance bei Ratiopharm Ulm genutzt und sich mit starken Leistungen in nur zwei Bundesliga- und zwei Eurocup-Spielen einen Vertrag bis zum Saisonende erkämpft. Der 26-jährge Amerikaner war am 29. Oktober nach Ulm gekommen und hatte zunächst für vier Wochen unterschrieben.

Die Kehrseite dieser guten Nachricht: Das Comeback von Tim Ohlbrecht dürfte sich erneut verzögern. Denn Benimons Nachverpflichtung war nur durch die neuerlichen Komplikationen am Knie des Centers nötig geworden, der nach seinem Kreuzbandriss seit elf Monaten kein Pflichtspiel mehr bestritten hat. Dass die Ulmer Benimon nun gleich bis zum Saisonende verpflichtet und nicht mit einem weiteren Kurzzeit-Vertrag ausgestattet haben, deutet darauf hin, dass sie nicht zeitnah mit einer Rückkehr Ohlbrechts rechnen. Und selbst wenn der 29-Jährige wieder auf dem Spielfeld steht, wird es dauern, bis er in Form ist.

Vorerst werden die Ulmer also mit sieben Ausländern die Saison bestreiten, was heißt, dass in der Bundesliga immer ein ausländischer Profi aussetzen muss. Ulms Manager Thomas Stoll stellte am Freitag auf Nachfrage klar, dass kein Ausländer für Benimon weggeschickt wird. Was aber nicht heißen muss, dass einem Spieler, der gehen möchte, weil er nicht mehr eingesetzt wird, Steine in den Weg gelegt werden.

Sollte sich niemand in den abschließenden Trainingseinheiten verletzten, ist auch am Sonntag im Heimspiel gegen den Mitteldeutschen BC (15 Uhr) ein Akteur zum Zuschauen verdammt. Die Länderspiel-Pause haben alle Ulmer schon einmal mehr oder weniger gut überstanden. Leibenath berichtete vor dem Duell mit dem Aufsteiger aus Weißenfels von „einigen angeschlagenen Akteuren“, ohne dabei ins Detail zu gehen. Immerhin sind Ismet Akpinar und Isaac Fotu unverletzt von ihren Länderspielen zurückgekehrt. Allerdings ist das Duo erst am Donnerstag ins Team-Training eingestiegen, da Leibenath den beiden nach den anstregenden Spielen für Deutschland beziehungsweise Neuseeland zwei freie Tage zugestand.

MBC zum ersten Mal komplett

Beim Gegner ist die Vorfreude auf die Partie riesengroß. Der Grund: Zum ersten Mal in dieser Saison sind die Wölfe komplett. „Nun ist es soweit. Ich freue mich sehr darauf und auf die nächste Phase der Saison, die nun vor uns liegt“, sagte Trainer Igor Jovovic nach dem ganzen Pech. Unter anderem wurde bei Sergio Kerusch im August Hodenkrebs diagnostiziert. Anfangs November feierte der 28-Jährige dann sein Comeback für den Tabellen-15. und war zuletzt bei zwei Testspielsiegen jeweils Topscorer. Leibenath warnte sein Team eindringlich: „Der MBC hat jetzt noch mehr Fire­power und ist besser, als sein Tabellenplatz aussagt.“

Im Januar zwei Wochenenden ohne Bundesliga-Spiel

Unabhängig von der nächsten Länderspielpause im Februar winken den Ulmer Basketballern im Januar erneut ein paar spielfreie Tage. Da am 13. Januar der All-Star-Day stattfindet und die Partie gegen München wegen der Top-Four-Qualifikation der Bayern vom 21. Januar auf 4. April verlegt wurde, hat das Ratiopharm-Team zwischen dem Bamberg-Spiel (­7.­­ ­Januar) und der Jena-Partie (27. Januar) zwei spielfreie Wochenenden. Sollte Ulm im Eurocup weiterkommen, wird in dieser Zeit jedoch unter der Woche gespielt.