Ulm Isaiah Swann: Erstmals nach Abschied wieder in Ulm

Dank spektakulärer Aktionen wie diesem Dunking ist der nun für Braunschweig spielende Isaiah Swann den Ulmer Fans in guter Erinnerung geblieben.
Dank spektakulärer Aktionen wie diesem Dunking ist der nun für Braunschweig spielende Isaiah Swann den Ulmer Fans in guter Erinnerung geblieben. © Foto: Thilo Hensel
Ulm / SEBASTIAN SCHMID 11.04.2014
22 Monate nach seinem letzten Einsatz im Ratiopharm-Trikot kehrt Isaiah Swann mit den Phantoms Braunschweig erstmals in die Ratiopharm-Arena zurück. An seine Zeit im Ulmer Trikot erinnert er sich gerne.

Isaiah Swann ist sich sicher: "Das wird auf jeden Fall ein großer Spaß." Der 29-Jährige kehrt am Samstag erstmals nach seinem Abschied aus Ulm in die Ratiopharm-Arena zurück. Um 19 Uhr trifft er mit den Phantoms Braunschweig auf seinen Ex-Klub. "Ich freue mich sehr darauf, vor allem auf die Fans." Was denkt er, wie er empfangen wird? "Ich weiß es nicht. Vielleicht buhen die Fans mich aus, vielleicht klatschen sie aber auch."

Blickt man auf Swanns letzten Einsatz im Ratiopharm-Trikot zurück, kann der Aufbauspieler wohl mit einem freundlichen Empfang rechnen. Sensationelle 36 Punkte erzielte der Ulmer Topscorer der Saison 2011/12 im dritten Meisterschaftsendspiel in Bamberg. Trotzdem reichte es nicht, ein viertes Spiel in Ulm zu erzwingen. Das 95:97 gegen die Franken beendete die Serie und Swanns Zeit in der Donaustadt. "Es war eine tolle Saison - auch, wenn wir den Pokal und die Meisterschaft nicht gewinnen konnten. Aber wir hatten eine großartige Truppe", erinnert sich Swann.

Aus dieser Mannschaft sind nur noch Keaton Nankivil, Per Günther, der verletzte Tommy Mason-Griffin und das Trainertrio um Thorsten Leibenath dabei. Dass Swann nach seiner Saison beim türkischen Klub Gaziantep BSB in die Bundesliga zurückgekehrt ist, begrüßt der Ulmer Coach: "Isaiah ist ein Topspieler und eine absolute Bereicherung für die Liga. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich ihn spielen sehe - außer gegen uns." Das hat seinen Grund. Mit 20 Punkten war der Ex-Ulmer im ersten Saisonspiel maßgeblich daran beteiligt, dass das Ratiopharm-Team in Braunschweig mit einer Niederlage (85:94) in die Runde gestartet ist.

Auch wenn die Phantoms als Zwölfter nur noch theoretische Chancen auf die Playoffs haben, werden Swann und seine Teamkollegen alles daran setzen, die Saison vernünftig zu Ende zu spielen. "Wir haben noch fünf Spiele - und die will ich alle gewinnen", zeigt sich der Amerikaner gewohnt ehrgeizig.

Dass er diese Runde erfolgreich beendet, ist für Swann auch aus persönlicher Sicht wichtig. In der kommenden Saison wird der Spaßvogel wohl nicht mehr das Trikot der Phantoms Braunschweig tragen. "Ich möchte auf jeden Fall bei einem Verein spielen, der in der Euroleague oder im Eurocup vertreten ist", stellt Swann klar.

Wobei das Plan B ist. Denn trotz seiner 29 Jahre hat er seinen Traum von der nordamerikanischen Profiliga NBA noch nicht aufgegeben. "Ich werde versuchen, in der Summerleague zu spielen", verkündet Swann. Bei den Turnieren in Orlando und Las Vegas tummeln sich die Talentsichter der NBA-Klubs und der europäischen Vereine. Da will sich Swann gut präsentieren. Diverse Teams haben Interesse daran bekundet, dass er für sie in der Summerleague spielt, eine konkrete Einladung liegt aber noch nicht vor.

Um die zu erhalten, wäre es für den besten Akteur (MVP) des diesjährigen All-Star-Spiels von Vorteil, wenn er die Saison als Liga-Topscorer beenden könnte. "Das würde mir auf jeden Fall weiterhelfen", stellt Swann klar. Mit 530 Zählern hat er in den 29 Spielen so viele Punkte erzielt, wie kein anderer Akteur. Im Schnitt sind das 18,28 Punkte, nur Bremerhavens Darius Adam ist mit 18,32 knapp besser (28 Spiele). Gegen Ulm wird Swann sicher alles daran setzen, die Spitze der Scorerliste zu erklimmen.

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