Heute spielen die Basketballer von Ratiopharm Ulm beim Mitteldeutschen BC (19.30 Uhr). Der verletzte Tommy Mason-Griffin kann dann nur die Daumen drücken. Wir haben nachgefragt, wie es ihm geht.

Hallo Tommy Mason-Griffin, zunächst einmal: Wie geht es Ihnen nach Ihrem Achillessehnenriss?

TOMMY MASON-GRIFFIN: Es wird langsam besser. Die Narbe von der Operation heilt inzwischen und nach und nach bekomme ich wieder ein Gefühl im Fuß.

Wie ist der aktuelle Stand nach der Operation vor knapp vier Wochen?

MASON-GRIFFIN: Ich muss momentan so einen riesigen Stiefel am linken Fuß tragen und kann nur mit Krücken herumlaufen.

Können Sie kurz beschreiben, wie es zu der Verletzung kam?

MASON-GRIFFIN: Ich habe im Training bei einer Aktion gegen den Verteidiger eine Wurftäuschung gemacht und wollte danach zum Korb ziehen. Als ich den Ball dann gedribbelt habe, hat es sich angefühlt, als ob mir hinten jemand auf den Fuß getreten wäre. Aber meine Teamkollegen haben mir gesagt, dass da niemand war und dass es einfach so passiert ist.

Wenn die Achillessehne reißt, gibt es meistens einen lauten Knall. War das auch bei Ihnen der Fall?

MASON-GRIFFIN: Nein, ich habe nichts gehört.

Als es passiert ist, was ist Ihnen da als Erstes durch den Kopf gegangen?

MASON-GRIFFIN: Als Erstes habe ich gedacht: Hoffentlich ist es nichts Ernstes. Das war das Einzige, was ich in dem Moment gehofft habe. Hoffentlich ist es nichts, was operiert werden muss.

Wie war es dann, als Sie die Diagnose erfahren haben?

MASON-GRIFFIN: Es war einfach nur ein trauriger Moment – wieder einmal. Ich habe den Sommer über und in der Vorbereitung so hart gearbeitet und es war nicht mehr lange bis zum Saisonstart. Das war einfach nur deprimierend. Als ich das erste mentale Tief überwunden hatte, habe ich zu Gott gebetet, dass er mir die nötige Stärke gibt, diese schwere Zeit zu überstehen und geduldig zu bleiben.

Wie geht es nun weiter?

MASON-GRIFFIN: Ich will noch diese Saison zurückkehren. Das ist zwar jetzt kein richtiger Plan, aber für mich ist es mental wichtig. Am Anfang ist es immer schwierig, aber so bald man wieder laufen kann und die Rehabilitation beginnt, hebt sich die Stimmung wieder.

Wie wird die Reha nun aussehen?

MASON-GRIFFIN: Ich muss nun neun Wochen diesen Stiefel tragen. Dann hoffe ich, dass ich zumindest zuhause wieder normal rumlaufen kann. Aber ich gehe bereits jetzt jeden Tag in die Reha, wo ich behandelt werde und beispielsweise Massagen bekomme.

Bleiben Sie eigentlich die ganze Zeit über in Ulm oder gehen Sie in die USA und besuchen Ihre Familie?

MASON-GRIFFIN: Ich werde die meiste Zeit hierbleiben und in die Reha gehen. Anfang 2014 werde ich dann kurz zu Hause vorbeischauen.

Wann werden Sie wieder in die Ratiopharm-Arena gehen und sich ein Spiel Ihres Teams ansehen?

MASON-GRIFFIN: Im Moment fällt mir das noch zu schwer. Also werde ich jetzt erstmal eine Weile nicht in die Arena gehen. Das ist noch zu früh, ich bin noch nicht dazu bereit.

Gab es einen Moment, in dem Sie ans Karriereende gedacht haben?

MASON-GRIFFIN: Nein, niemals. Das stand für mich außer Frage.