„Ich werde ihn vermissen.“ Ulms Trainer Thorsten Leibenath blickte schon am Montag mit etwas Wehmut auf die letzte Eurocup-Partie am Dienstag in dieser Saison. Mit fünf Erfolgen in der Top-16-Runde und ohne Niederlage im Gepäck reist der Tabellenführer der französischen Basketball-Liga aus dem 700 Kilometer entfernten Lyon nach Ulm.

Gemeinsam mit dem Team aus Valencia ist ASVEL Villeurbanne mit insgesamt zwölf Siegen und drei Niederlagen das beste Team der aktuellen Eurocup-Saison. Ratiopharm Ulm wird sich also ein letztes Mal ab 18.45 Uhr auf europäischem Parkett mit einem echten Schwergewicht messen. Was dem Trainer aktuell gerade recht kommt. „Jede Partie gegen so einen Hochkaräter ist sehr hilfreich. Wir können gegen eines der athletischsten Teams im Eurocup Dinge ausprobieren, die uns für die BBL helfen werden“, sagt Leibenath.

Ulmer Basketballer vor Probleme

Und da fällt dem Coach sofort der Name Alexis Ajinca ein, der  große Weise aus Lyon. Der 30-Jährige  hat über 250-NBA-Spiele auf dem Konto und ist 2,15 Meter groß. Der wird die Ulmer Riesen vor Probleme stellen. Und die dürfen an Lösungen basteln. Schließlich müssen die Ratiopharm-Korbjäger am kommenden Samstag in Gießen antreten. Da wartet ein wieder gesunder John Bryant, der bekanntlich unterm Korb und von jenseits der Dreierlinie  durchaus gefährlich ist.

Leibenath zieht Bilanz

Mit der Bilanz im zweitwichtigsten Klubwettberweb auf europäischer Ebene ist Leibenath nicht gänzlich unzufrieden. Immerhin können die Ulmer mit einem Erfolg über die Franzosen ihre Bilanz in dieser Saison auf acht Siege (bei acht Niederlagen) schrauben. Und das als Klub, der zunächst  nicht qualifiziert war für den Eurocup und den Sprung erst über eine Wildcard geschafft hat. Mit Villeurbanne und Krasnodar sind auch genau die beiden Klubs ins Viertelfinale gekommen, mit denen der Coach gerechnet hatte. Frankfurt wird den letzten Platz in der Gruppe belegen, Ulm bleibt Dritter.

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