Merlins Frohe Kunde kommt aus Köln - Merlins müssen für die Lizenz nachbessern

Eine verschworene Gemeinschaft, die es bis ins Finale der Pro A und damit zum Aufstieg in die Erstklassigkeit geschafft hat - das Merlinsteam der Spielzeit 13/14. Foto: Wolfgang Zink
Eine verschworene Gemeinschaft, die es bis ins Finale der Pro A und damit zum Aufstieg in die Erstklassigkeit geschafft hat - das Merlinsteam der Spielzeit 13/14. Foto: Wolfgang Zink
Crailsheim / KLAUS HELMSTETTER 09.05.2014
Am Mittwoch tagte in Köln der Lizensierungs-Ausschuss für die BBL und brachte für die Crailsheimer Korbjäger frohe Kunde. Im Moment spricht (fast) alles dafür, dass die Merlins künftig erste Liga spielen werden.

Die Botschaft vom Mittwoch sorgte natürlich erst mal für eitel Freude bei Merlins-Machern und Anhang. Denn auf Anhieb, und das obwohl ganz neu in diesem illustren Kreis, scheint es zu klappen mit dem Ticket, das den Zugang zum Konzert der Großen in der deutschen Basketballszene ermöglicht.

Mit der ein oder anderen kleinen Einschränkung freilich. Stichwort: Abnahme der Halle und Installierung hauptamtlicher Mitarbeiter.

Wobei Martin Romig, Teammanager der Merlins, zumindest letztgenannten Aspekt als völlig normal bei einem Aufsteiger ansieht. "Bei Vechta war das im letzten Jahr auch nicht anders!" Der zeitliche Korridor für die Nachbesserung erstreckt sich je nachdem, "von fünf Wochen bis hin zu drei Monaten", gibt Martin Romig weiter Auskunft. Neben dem Thema "Hauptamtliche" gilt es auch "Kleinigkeiten im Nachwuchsbereich" nachzuarbeiten.

Yorman Polas wechselt nach Gießen

"Wenn nicht der Blitz in die Arena einschlägt, haben wir die Lizenz", bemüht Martin Romig einen bildsprachlichen Vergleich, um seine Gefühlslage zu verdeutlichen. Auf jeden Fall kommt auf die Verantwortlichen in diesen Tagen und Wochen viel Arbeit zu. Neben den genannten Faktoren im Fokus: Personalplanung und weitere Finanzakquise. Martin Romig glaubt, dass sich der künftige Etat der Merlins weit unten im Ligavergleich wiederfinden wird. Dennoch haben die Crailsheimer ihren individuellen Finanz-Plan im Auge und "werden den positiv überarbeiten". Nimmt man den Status quo, den aktuellen Finanzrahmen, "wäre der nicht als Grundlage dafür geeignet, mittel- oder langfristig erste Liga zu spielen," schiebt Romig nach. Was die Personalplanungen angeht, dürfte noch etwas Zeit ins Land gehen, bis es gilt, Vollzug zu melden. Wobei die Aktualität manchmal die ein oder andere Überlegung überholt. So wurde am Donnerstag noch überraschend bekannt, das Yorman Polas nach Gießen wechseln wird.

"Wir wollen uns treu bleiben und Ruhe bewahren." Das gilt auch in diesem für die Merlins und den Crailsheimer Basketball historischen Moment. "Wir sind auf einer neuen Ebene gelandet, haben als Underdog wenig Erstliga-Erfahrung, werden jedoch kein Harakiri betreiben und keinen Aktionismus an den Tag legen." Fast selbstverständlich, dass sich diverse Agenten in Position bringen, Anfragen lancieren, die Merlins aber auch ihr Netzwerk nutzen, um in Sachen Personal Schritt für Schritt weiterzukommen. "Sicherlich wollen wir einen Teil der Aufsteigermannschaft halten. Stand jetzt ist Jonathan Moore gesetzt. Alles andere möchte ich nicht kommentieren!" Den ein oder anderen Namen lässt Romig dann aber doch fallen. So werden zwei Nachwuchstalente vom Kooperationspartner MTSV Schwabing aus München an Bord gehen. Aufbauspieler Ole Sebald (20 Jahre; 1,85 m) und der 1,98 m große Philipp Heilrath (20 Jahre; Position 3/4) streifen künftig das Trikot der Merlins über.

Beide Akteure waren bereits in der gerade abgelaufenen Saison mehrmals zu Gast in Crailsheim und trainierten mit der Pro-A- sowie Regionalliga-Mannschaft der Merlins. Beide gehörten lange Jahre zum erfolgreichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga-Konzept, waren vergangene Saison in der Regionalliga, für Schwabing als Leistungsträger im Einsatz. Beide werden mit einer Doppellizenz für die BBL- sowie für die Regionalliga-Mannschaft der Merlins einsatzberechtigt sein.

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