Basketball-Regionalliga BW Erfahrung aus der Pro A

Igor Salamun (auf dem Bild beim Heimspiel gegen die BSG Ludwigsburg) war in Söflingen treffsicherster Haller.
Igor Salamun (auf dem Bild beim Heimspiel gegen die BSG Ludwigsburg) war in Söflingen treffsicherster Haller. © Foto: Foto: Achim Köpf
Ulm / Dieter Walz 17.10.2017

Am kommenden Samstag gibt der ungeschlagene Tabellenführer, die Lions der PS Karlsruhe, bei den Flyers  seine Visitenkarte ab. Da hätte das Team von Sova Taletovic mit einem Erfolg beim Aufsteiger in Söflingen gerne Werbung in eigener Sache gemacht. So gesehen schmerzt die 73:83-Niederlage besonders.

 Die Gründe, die nach drei Siegen beim vierten Auftritt zur ersten Niederlage führten, waren vielschichtig. So „durfte“ Michael Heck getrennt anreisen, denn er hatte vorher schon seine beiden U14-Jugendmannschaften (jeweils mit deutlichen Siegen) gecoacht und musste unter erheblichem Zeitdruck die Fahrt in Richtung Ulm antreten, alles andere also als eine optimale Vorbereitung. Und da war dann noch eine besondere Seuche, die mit Jozef La Rosa und Aleksandar Popovic gerade den beiden Längsten im Team an den Fingern klebte und ihnen früh im finalen Viertel mit dem jeweils fünften Foul das vorzeitige Ausscheiden bescherte. Besonders beeindruckend war zudem, was die bisher sieglosen Gastgeber alles aufgeboten hatten. Da war mit Ed Williams ein ehemaliger Profi-Spieler, Lars Berger, Nils Dejworek und Tim Steiner konnten auf Erfahrungen in der Pro A zurückgreifen und alle zusammen steuerten 61 von insgesamt 83 Söflinger Punkten bei. Anscheinend hat man damit den Kader beisammen, der dem Team bereits zu Saisonbeginn zugeordnet wurde. Jetzt darf die Liga darauf gespannt sein, welchen Weg diese Armada nach oben noch nehmen wird.

Die Geschichte der Flyers ist schnell erzählt: Mit 16:19 lag die Mannschaft nach dem ersten Viertel zurück, hoffnungsvoll 36:37 stand es noch zur Halbzeit und fast schon entscheidend 52:60 nach dem dritten Viertel. Als mit La Rosa und Popovic die beiden Center ausscheiden mussten, brachte dies unter den Brettern eine entscheidende Schwächung. Da bedeuteten die 18 Zähler des Haller Point Guards Igor Salamun – darunter  vier Dreierwertungen – zwar Tagesbestleistung, unter dem Strich fehlte punktemäßig allerdings ein weiterer Ausreißer nach oben, der dem Spiel einen anderen, positiven Ausgang für die Flyers ermöglicht hätte.

So spielten sie

TSG Söflingen –
TSG Schwäbisch Hall

83:73

Hall: Radovan Cavlin (11, 2 Dreier), Nebojsa Erkic (6), Michael Heck (10, 1), Strahinja Jovicic (3, 1), Jozef La Rosa (7), Ivica Markovic (6), Aleksandar Popovic (12), Igor Salamun (18, 4), Athanasios Stergatos.