Playoffs Elchingen und Weißenhorn können Halbfinaleinzug perfekt machen

Wenn Elchingens Brian Butler (l.) zum Korb zieht, ist er vom Gegner nur schwer zu stoppen.
Wenn Elchingens Brian Butler (l.) zum Korb zieht, ist er vom Gegner nur schwer zu stoppen. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Elchingen/Weißenhorn / ck/swp 01.04.2017
In den Playoffs der Pro B können die Elchinger und die Weißenhorner Basketballer vorzeitig ins Halbfinale einziehen. Statistisch sieht es für die Elche gegen Würzburg dabei deutlich besser aus, als für die Youngstars, die nach Karlsruhe müssen.

Die Elchinger Basketballer sind vor dem zweiten Viertelfinalspiele der Pro-B-Playoffs gewarnt. Zwar führt das Team von Trainer Dario Jerkic dank des 81:66-Heim­erfolgs in der Best-of-three-Serie gegen die TG Würzburg mit 1:0, doch für die Franken ist diese Situation nicht neu. Bereits im Achtelfinale gegen die Artland Dragons war das Team von Trainer Peter Günschel nach der Auftaktniederlage unter Druck, konnte in der Feggrube aber ein entscheidendes drittes Spiel erzwingen, welches in Quakenbrück dann gewonnen wurde.

Die ScanPlus Baskets tun also gut daran, am Sonntag (18 Uhr) den Sack vorzeitig zuzumachen und den Halbfinaleinzug einzutüten. Im ersten Duell ähnelten sich die Statistiken beider Teams in weiten Teilen, einzig bei den Ballverlusten gab es einen gravierenden Unterschied. Während den Elchen 13 Turnovers unterliefen, leisteten sich die Würzburger mit 26 doppelt so viele. Kein Wunder also, dass Günschel sagt: „Das müssen wir unbedingt abstellen und gegen ihre aggressive Verteidigung einen besseren Job machen.“

In der eigenen Abwehr soll vor allem auf Brian Butler, der in Spiel eins 16 Punkte erzielte sowie sich zehn Rebounds krallte, und Taevaunn Prince geachtet werden. Allerdings ist bei Butler noch gar nicht klar, in welcher Verfassung er auflaufen kann. Der Sieger des Dunking-Contests beim All-Star-Day lag unter der Woche ebenso wie Filmore Beck und Nick Boakye mit einem grippalen Infekt flach.

Für Jerkics Team geht es am Sonntag vor allem darum, die Wirkungskreise des Bundesliga-erfahrenen Max Ugrai, der im Hinspiel 17 Punkte und elf Rebounds zustande gebracht hat, einzuengen und Georg Voigtmann (14/13) zu kontrollieren. Sollte das gelingen, stehen die Chancen gut, Würzburg zum vierten Mal in dieser Saison zu besiegen.

Kein schönes, aber dafür ein umso spannenderes Spiel haben die Zuschauer am vergangenen Samstag zwischen Weißenhorn und Karlsruhe gesehen, welches die Youngstars in den Schlusssekunden zu ihren Gunsten entscheiden konnten (71:66). „Beide Mannschaften haben sich nicht mit Ruhm bekleckert und noch viel Luft nach oben“, bilanziert Youngstars-Trainer Danny Jansson vor der zweiten Viertelfinal-Begegnung am Samstag (19 Uhr). Im Badischen kann Weißenhorn mit einem weiteren Erfolg den Halbfinal-Einzug perfekt machen, benötigen dafür aber eine Steigerung im defensiven Bereich: „Unsere Verteidigungsleistung in der ersten Halbzeit war eine der schlechtesten der gesamten Saison“, bemängelte Jansson, für den die Friedrich-List-Halle kein gutes Pflaster ist. Weder das Hauptrunden-Gastspiel bei der BG Karlsruhe (64:74) noch das bei PS Karlsruhe (71:86) konnten die Youngstars gewinnen. Mehr noch: Seit 2014, als der Finne den Trainerposten antrat, hat Weißenhorn alle vier Partien in der badischen List-Sporthalle verloren.