Basketball Elche entführen Punkte am Kuhberg

Bretzel aus der Ulmer Talentschmiede (links) gegen den Elchinger Butler in einem munteren Lokalderby.
Bretzel aus der Ulmer Talentschmiede (links) gegen den Elchinger Butler in einem munteren Lokalderby. © Foto: BRetzel Butler. Foto: Schwerdtfeger
swp 07.01.2019

Am Ende war es ein Korb, der zum Derby-Glück fehlte. Beim Stand von 77:75 für die Pro-B-Basketballer aus Elchingen hatte die Orange Academy den letzten Ballbesitz. Timo Lanmüller nahm sich ein Herz und schickte den Ball mit Ablauf der Spieluhr Richtung Korb. Der Wurf verfehlte das Ziel – der  Sieg der Gäste aus dem Bayerischen war perfekt.

„Das war der Wurf, den wir haben wollten“, kommentierte Academy-Trainer Danny Jansson die letzte Aktion: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen.“

Damit endete ein Lokal-Kracher, der alles bot: Ein volles Haus am Kuhberg (1000 Zuschauer), einen großen Derby-Fight und ein Ulmer Team, das dem Favoriten auch ohne den Grippe-kranken Christoph Philipps bravourös Paroli bot.

In einem Spiel, in dem sich über 40 Minute keine Seite wirklich absetzen konnte, gaben am Ende Kleinigkeiten den Ausschlag: „Hier ein paar Turnovers weniger, dort ein, zwei Rebounds mehr – dann hätten wir dieses Spiel gewonnen“, so Janssons Fazit. Aber: „Kämpferisch war das heute eine überzeugende Leistung.“

 Den besseren Start erwischten – auch bedingt durch zwei Ulmer Ballverluste – die Gäste, die schnell mit 8:2 führten. Die Ulmer blieben hartnäckig: Mit vielen Offensiv-Rebounds sicherte sich das Jansson-Team immer wieder zweite Wurfchancen. Als Nicolas Möbus mit Ablauf der Vierteluhr seinen zweiten Dreier im Korb versenkte, war der Rückstand wieder auf ein gesundes Maß (einen Punkt) geschrumpft (38:39)

Und die zweite Hälfte ging ebenso eng weiter – allerdings nun mit mehr offensiven Highlights: Je zwei Dreier hüben wie drüben stellten den Spielstand auf 45:47 (24.). Obwohl die „Elche“ dann kurzzeitig auf sechs Punkte vorlegten (48:54, 25.), war Ulm nicht klein zu kriegen: Fünf Pape-Punkte und zwei Freiwürfe durch Lanmüller sorgten erst für den Ausgleich (54:54, 28.) und dann sogar für eine knappe 59:58-Führung (30.).

Und so ging ein nicht immer schöner, aber hochintensiver Derby-Fight auf die Schlussrunde. Nachdem die Gäste kurzzeitig bereits auf sechs Zähler (61:67, 33.) enteilt waren, waren es nur drei Minuten später wieder die Ulmer, die nach einem Mittmann-Jumper mit einem Punkt vorn lagen (70:69, 36.). Und auch, als die Gäste 63 Sekunden auf sechs Punkte (70:76) enteilt waren, hielt Ulm mit zwei Sprungwürfen dagegen. Doch der finale Angriff endete ohne Ulmer Jubel.

„Im letzten Viertel hatte ich das Gefühl, dass unsere Zonenverteidigung das Spiel für uns entscheiden kann. Hier ein paar Turnovers weniger, dort ein, zwei Rebounds mehr – dann hätten wir gewonnen“, analysierte Jansson. Bei den Elchen legte Neuzugang Leo Vrkas  ein ordentliches Debüt hin. Der 27-jährige Guard  erzielte zehn Punkte.

Beste Werfer Ulm: Mittmann 14 Punkte, Lanmüller 13, Pape 12, Möbus 11.

Beste Werfer Elchingen: Ray-St. Cyr 20 Punkte, Butler 17.

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