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Ratiopharm Ulm
Ulm/Neu-Ulm / Sebastian Schmid

Wenn Ratiopharm Ulm am Samstag die Crailsheim Merlins in Neu-Ulm empfängt (18 Uhr/live bei Magentasport), dann stehen sich das Bundesliga-Team mit den drittmeisten getroffenen Dreiern  und die Mannschaft mit den wenigsten Distanztreffern gegenüber. Doch anders als zunächst erwartet, sind nicht die Hausherren die sicheren Distanzschützen, sondern die Akteure des Aufsteigers, der um den Klassenerhalt kämpft.

Ulm lebt hingegen noch immer von der Reputation der vergangenen Spielzeiten, als den Mannschaften von Trainer Thorsten Leibenath der Ruf vorauseilte, von jenseits der 6,75-Meter-Linie brandgefährlich zu sein. Das ist Leibenaths Ziel, denn er hat durchaus ein Faible für den Drei-Punkte-Wurf. Aus dem einfachen Grund, weil „ein Dreier einen Punkt mehr als ein normaler Treffer zählt“, wie Leibenath bereits öfters ausgeführt hat.

Spieler bleiben teilweise unter ihren Möglichkeiten

Doch vor allem bei den beiden zurückliegenden Niederlagen in Bonn und Bamberg schossen die Ulmer aus der Distanz die Lichter aus. Fünf Erfolge aus 31 Versuchen, das sind magere 16 Prozent Trefferquote. Dass mit Per Günther und Katin Reinhardt die zwei treffsichersten Distanzwerfer im Kader verletzungsbedingt zuletzt fehlten, spielt dabei sicher eine Rolle. Dass die Bilanz jedoch so verheerend ausfällt, liegt vor allem daran, dass verbliebene Akteure wie Ismet Akpinar, Maximilian Ugrai oder Ryan Thompson momentan kein sicheres Händchen haben. Vor allem Letzterer spielt deutlich unter seinen Möglichkeiten. „Die Erwartungshaltung, dass von ihm mehr kommen sollte, kann ich nachvollziehen“, sagt Leibenath.

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Drei Ex-Ulmer bei den Crailsheimern

Angesichts der beiden Spiele werden die Merlins ganz genau schauen, was das Ratiopharm-Team von jenseits der Drei-Punkte-Linie aufs Parkett bringt. Allerdings hat Trainer Tuomas Iisalo auch gesehen, dass die Ulmer nicht auf Gedeih und Verderb von ihren Distanzwürfen abhängig sind. Das betont auch Leibenath: „Es ist beeindruckend, dass wir trotz der schlechten Statistik einmal die reelle Chance auf den Sieg hatten und gegen Bamberg trotzdem 94 Punkte erzielt haben.“ Sein Team hätte dabei auch die 100er-Marke knacken können, wenn Patrick Miller nicht nur bei vier seiner elf Freiwürfe getroffen hätte. Eine Quote, die den Aufbauspieler wurmte. Direkt nach der Rückkehr ging er noch um 23 Uhr in die Trainingshalle, um Freiwürfe zu üben. Ein Eifer, der gerne auf seine Kollegen abfärben darf.

Günther, Fotu und James nicht dabei

Gegen Crailsheim, das mit Konrad Wysocki, Philipp Neumann und Joschka Ferner drei Ex-Ulmer im Team hat (Leibenath: „Allein das birgt schon eine gewisse Brisanz.“), werden erneut Isaac Fotu, Per Günther und Ra’Shad James ausfallen.

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