Basketball Ehingen verliert Kellerduell in Baunach

Beim 75:74 war es schon eng: Der diesmal wurfschwache Davonte Lacy (am Ball) zieht an Baunachs Eddy Edigin jr vorbei. 
Beim 75:74 war es schon eng: Der diesmal wurfschwache Davonte Lacy (am Ball) zieht an Baunachs Eddy Edigin jr vorbei.  © Foto: Emmenlauer
Von Helen Weible 13.01.2018
Das Team Ehingen Urspring unterliegt den Baunach Young Pikes mit 73:76 (44:47). Den Steeples fehlte streckenweise die Abstimmung an beiden Enden des Feldes.

Dieser Auswärtssieg wäre so wichtig im Abstiegskampf gewesen. Aber es hat nicht sollen sein: Mit 73:76 (44:47) fiel die Niederlage zwar redlich knapp aus für das Team Ehingen Urspring. Aber danach wird später niemand mehr fragen. Die Baunach Young Pikes geben dankend die rote Laterne der 2. Basketball-Bundesliga Pro A an die Steeples ab, die es erneut nicht schafften, ihr Spiel durchzuziehen. Mag sein, dass beim Team von Trainer Domenik Reinboth auch viel Wurfpech mit dabei war. Dafür hätte aber im Gegenzug der Konkurrent nicht die einfachen Körbe in der Zone machen dürfen. „In einer hochintensiven Partie haben wir alles versucht“, meinte Reinboth, „aber wenn sie die einfachen Punkte machen und wir nicht in den Offensiv-Rhythmus kommen, dann verlieren wir das Spiel eben.“

Den Start vor einer stimmungsvollen Kulisse in der Graf-Stauffenberghalle vermasselte Ehingen erstmal gründlich. Die Gastgeber landeten schnelle Fastbreak-Punkte zum 7:0. Erst als Davonte Lacy zum 9:7-Anschluss einen krachenden Dunking hinein hämmerte, waren die Ehinger nur kurz präsent. Zwischenzeitlich führte Baunach sogar mit 17:7. Dank eines 7:0-Laufs kam das Team von Headcoach Reinboth aber wieder heran – 17:14 stand es nach gut acht Minuten und bis zum Viertelende (20:19) sollte sich nun ein ebenbürtiger Schlagabtausch abzeichnen.

Bonifant macht die Punkte

Und da war sie endlich: Die erste Führung der Gäste beim 22:20, die deutlich aggressiver in den zweiten Durchgang starteten. Doch Baunach antwortete in Person von Tibor Taras, der per Dreier abschloss. So behielt wieder das Team von Coach Mario Dugandzic die Nase vorn. Bei Ehingen war es im zweiten Viertel Seger Bonifant, der ein ums andere Mal mit einem Korberfolg abschloss. Nach 15 Minuten stand es 34:31 und Youngster Kevin Strangmeyer kassierte sein drittes Foul. Wenigstens konnte sich Kevin Yebo weiterhin zügeln, bei dem auch schon zwei persönliche Fouls auf dem Konto standen.

Bombensicher von der Freiwurflinie waren alle vom „Team in green“ – besonders Jonathan Malu. Und beim 42:40 (18.) wäre wieder fast die Führung für Ehingen möglich gewesen. Aber sie blieb weiter bei den Hausherren. Christopher Fowler brachte sein Team per Buzzerbeater in die Halbzeit-Pause (47:44).

Der punktearmen, zweiten Spielhälfte drückte vor allem Baunachs Louis Olinde seinen Stempel auf. Der Topscorer der Partie (24 Punkte) zog immer wieder gewinnbringend in die Zone. Dagegen halten konnte von Gästeseite nur Bonifant, der mit Sebastian Schmitt auch mal von Außen traf. In der Auszeit (25./59:54) wurde Reinboth lauter.

Ihm gefiel nicht, wie lässig das Spiel über den Dirigenten William McDowell-White laufen konnte. Und die eigene Abstimmung? Zwischen Malu und Bonifant gab es kleine Diskussionen. Irgendwie schienen alle Ehinger etwas unzufrieden, den Kampf gaben sie aber nicht auf.

Und es war beim 63:61 im Schlussviertel der Ausgang noch ganz offen. Während Reinboth ein Technisches Foul kassierte, stellten seine Mannen zweitweise eine gute Zonenverteidigung – offensiv war aber tote Hose. Per 7:1-Lauf war Baunach jetzt auf der Zielgeraden (70:61). Auch nach der Auszeit wollten die jetzt umso so wertvolleren Distanzschüsse nicht fallen. Lacy und Schmitt scheiterten. In der Schlussphase beim 72:69 lagen Spieler beider Teams auf dem Boden – kratzen und beißen um den Klassenerhalt. Den Fight gewannen letztlich die, die in einem wenig schönen Duell die Konstanteren waren.