Bamberg Die Rasta-Party in der Bundesliga ist zu Ende

Bamberg / SEB/SID 26.04.2014
Meister Bamberg patzt und Rasta Vechta steigt ab - die Basketball-Bundesliga geht in die entscheidende Phase. Göttingen steht als Aufsteiger fest.

Die Basketball-Bundesliga geht in die entscheidende Phase. Im Kampf um Platz eins der Hauptrunde ist dabei eine Vorentscheidung gefallen. Während sich Bayern München bereits am Donnerstagabend beim 92:67-Erfolg gegen die MHP Riesen Ludwigsburg keine Blöße gegeben hatte, patzte Meister Brose Baskets Bamberg in eigener Halle gestern mit 75:82 gegen den Vizemeister Baskets Oldenburg.

Pokalsieger Alba Berlin hatte hingegen beim 81:61 bei TBB Tier ebenso wenig Mühe wie die Telekom Baskets Bonn, die sich überraschend klar mit 82:65 bei den Artland Dragons durchsetzten und damit in der Tabelle an Quakenbrück auf Platz fünf vorbeigezogen sind.

Spannend bleibt es im Kampf um den Klassenerhalt, in dem die Walter Tigers Tübingen einen ganz wichtigen 89:82-Heimsieg gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig feiern konnten. NBA-Veteran Daequan Cook führte mit 22 Punkten, darunter sechs erfolgreiche Dreiern, das Team von Coach Igor Perovic zum Erfolg. Ihm zur Seite stand Jonathan Wallace mit 19 Zählern.

Allerdings konnte Tübingen nicht auf einen Nicht-Abstiegsplatz klettern, da sich die Baskets Würzburg mit 75:72 bei den Eisbären Bremerhaven durchsetzen. Die Franken hatten sich vor der Partie im hohen Norden mit sofortiger Wirkung von Ricky Harris getrennt. Die Gründe für die Vertragsauflösung wurden nicht genannt.

Durch die Siege von Würzburg und Tübingen steht Rasta Vechta zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde als erste Absteiger fest. Der Aufsteiger muss nach der knappen 75:76-Heimniederlage gegen die Skyliners Frankfurt nach nur einer Saison im Oberhaus bereits wieder den Gang in die Pro A antreten.

Phoenix Hagen hat durch einen 104:91-Sieg gegen Ratiopharm Ulm die letzten Chance auf den Einzug in die Playoff am Leben gehalten. Dabei überrannten die Feuervögel im letzten Viertel die Gäste, die bereits für die Meisterschaftsrunde qualifiziert sind, förmlich und erzielten in den finalen zehn Minuten 39 Punkte. Für den Playoff-Einzug muss Hagen, bei dem David Bell mit 29 Punkten der überragende Akteur des Abends war, aber noch die beiden ausstehenden Partien gegen Ludwigsburg und Tübingen gewinnen und auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.

Nach zwei Jahren in der 2. Liga hat die BG Göttingen den sportlichen Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Im dritten Halbfinale der Playoffs in der Pro A gewannen die Niedersachsen gegen die Gießen 46ers mit 83:71 (41:42), setzten sich in der Serie mit 3:0-Siegen durch und stehen als erste Aufsteiger fest. Ob Göttingen die notwendige Bundesliga-Lizenz erhält, entscheidet der Lizenzligaausschuss der BBL am 7. Mai in Köln.