Basketball Die Mutter aller Derbys

Mit 19 Punkten war Moritz Noeres der auffälligste Spieler des Team Urspring im Hinspiel gegen Ratiopharm Ulm. Damals hatten die Klosterschüler mit 75:65 das bessere Ende für sich.
Mit 19 Punkten war Moritz Noeres der auffälligste Spieler des Team Urspring im Hinspiel gegen Ratiopharm Ulm. Damals hatten die Klosterschüler mit 75:65 das bessere Ende für sich. © Foto: Herbert Geiger
Florian Ankner 24.02.2017

In der Nachwuchsbundesliga beginnt nun die heiße Phase um die Playoffs  – und mittendrin das Team Urspring. Zwei Spiele hat die U19-Mannschaft noch in der regulären Saison zu bestreiten und kann aus eigener Kraft noch die Qualifikation für die Finalrunde schaffen. Ein Umstand, der vor vier Spieltagen für das NBBL-Team aus Urspring außer Reichweite zu sein schien. Vier Siege lagen sie damals hinter dem vierten Rang. Nun, vier Spieltage später sieht das Bild in der Division Südwest ganz anders aus. Denn die Klosterschüler liegen überraschend auf dem vierten Rang. Nach Erfolgen gegen Heidelberg, Langen und Frankfurt besiegten sie am vergangenen Wochenende auch den Tabellenzweiten aus Ludwigsburg.

Geht es nach den Urspringern, dann könnte die Siegesserie gerne noch zwei Spiele halten. Das dürfte für die Truppe ein schweres Unterfangen werden, denn bereits am heutigen Freitag treffen die Klosterschüler auf den Tabellenersten aus Ulm. Eine Begegnung, die immer für eine unglaubliche Stimmung auf den Zuschauerrängen sorgt. Doch davon wollen sich die Urspringer nicht ablenken lassen und den fünften Sieg in Folge feiern. Und um das zu schaffen, bleibt Trainer Barth auch weiter seiner Linie treu. „Auch gegen Ulm schauen wir nur auf uns“, sagt er. „Das war bis jetzt auch sehr erfolgreich und daher ändern wir das auch nicht.“ Grund ist, dass Barth noch immer Verbesserungspotenzial bei seinen Schützlingen sieht und erst einmal gut spielen will, bevor er sich auf die anderen Teams konzentriert.

Auch wenn die Ulmer in der Saison erst zwei Niederlagen einstecken mussten, sie wissen wie es ist gegen Urspring zu verlieren. Am ersten Spieltag schlugen die Klosterschüler in eigener Halle die Nachbarn mit 75:65 und feierten dadurch einen gelungenen Einstand in die aktuelle Spielzeit. Bester Akteur im Oktober war damals Moritz Noeres mit 19 Punkten, aber auch Patrick Teka (16) und Noah Kamdem (14) waren wichtige Pfeiler für den doch überraschenden Erfolg. Auf der Gegenseite kam Nicolas Möbus auf 18 Zähler und war damit bester Ulmer. Auch in der bisherigen Saison ist Möbus auffälligster Akteur des Tabellenführers. In den elf Begegnungen, in den er auf dem Parkett stand, erzielte er im Schnitt 19 Punkte. Zweitbester Spieler ist der Sohn des Ulmer Teammanager Thomas Stoll, Marius, der durchschnittlich auf elf Punkte und sechs Assists kommt.

Einen weiteren Schritt in Richtung Playoffs können die U16-Basketballer des Team Urspring in der Jugendbundesliga (JBBL) machen. Dabei kommt es für die Mannschaft um Trainer Oliver Heptner aber zu Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten der Hauptrunde Tübingen. Nachdem die jungen Tiger zwei Siegen und zwei Niederlagen in der Vorrunde hatten, schafften sie nun einen deutlichen Sieg gegen Jahn München. Mit 74:56 besiegten sie die Bayern und ließen ihnen dabei kaum eine Chance. Gerade Daniel Zacek avancierte dabei zum besten Spieler der Partie und kam auf 17 Punkte.Eigentlicher Topscorer der Tübinger ist aber Matti Sorgius, der auf durchschnittlich 19 Punkte pro Partie kommt. Jedoch hat Sorgius gerade einmal die Hälfte aller Partien bestritten. Der Nachwuchsspieler läuft, wie Jason George auch, neben der U16 auch für die U19 in der Nachwuchsbundesliga auf. Auf einen Ausfall des Talentes können die Urspringer am Sonntag aber nicht hoffen, denn die U19 hat an diesem Wochenende spielfrei. Doch nicht nur die Tübinger dürfen auf die Dienste ihres besten Spielers zurückgreifen können, sondern auch die Klosterschüler. Da die U19 bereits am Freitag auf Korbjagd geht, steht einem Einsatz von George nichts im Wege. Durch einen Sieg könnten die Urspringer ihre Tabellenführung weiter behaupten und sogar ausbauen.

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Siege braucht die U19-Mannschaft des Team Urspring noch, um die Playoffs in der Nachwuchsbundesliga zu erreichen. Sollte Tübingen das letzte Spiel verlieren reicht auch ein Erfolg.

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