EuroCup in Ulm Ratiopharm Ulm: Die Jagd nach dem goldenen Basketball-Plan

Dwayne Evans sei der Motor des Ulmer Spiels, sagte der Frankfurter Vargas. Jedenfalls hat Evans ein gutes Händchen in Begegnungen gegen die Hessen.
Dwayne Evans sei der Motor des Ulmer Spiels, sagte der Frankfurter Vargas. Jedenfalls hat Evans ein gutes Händchen in Begegnungen gegen die Hessen. © Foto: Langer / Eibner-Pressefoto
Ulm / tgo 03.01.2019

Das macht Spaß.“ Thorsten Leibenath ist in seinem Element. Jetzt hat der Trainer des Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm ein Schachbrett im Kopf. Vermutlich ist er froh, dass er nicht mit 16, sondern nur mit 12 Figuren etwas anfangen muss. Aber selbst so ein oranges Dutzend ist nicht leicht zu handhaben, rumzuschieben, zu „opfern“. Thorsten Leibenath ist mental im Playoff-Modus. Heute müssen die Ulmer Korbjäger am ersten Spieltag der Top-16-Zwischenrunde im Eurocup gegen die Fraport Skyliners ran (20.15 Uhr/Arena/live bei Telekom Sport). Am vergangenen Samstag haben die  Gastgeber schon einmal zu Hause gegen die Hessen gespielt und gewonnen. Und das Aus im DBB-Pokal-Achtelfinale ist auch noch nocht so lange her. Also: Duell Nummer drei.  Dabei, sagt der Coach, sei es egal, in welchem Wettbewerb die Begegnung stattfindet. 40 Minuten Basketball sind 40 Minuten Basketball.

Gegen Ulm mit Spielern aus der Pro-B-Mannschaft

Beider Trainer versuchen nun, aus der vorhergehenden Partie die richtigen Schlüsse zu ziehen,  sich neue  taktische Maßnahmen zu überlegen, den Kontrahenten zu überraschen. Das ist der Wunsch. Eine typische Playoff-Situation: viele Partien in kurzer Zeit. Da lernen sich Spieler und Trainer ganz schnell kennen.  Spätestens nach der zweiten Begegnung sind die meisten Geheimnisse gelüftet. Jetzt geht es um Überraschungen für den Gegner. Leibenath und Gordon Herbert machen sich ihre Gedanken. Der Coach der Skyliners baut schon einmal vor: „Wir haben im Moment sechs gesunde Spieler. Wir müssen gegen Ulm mit einigen Spielern aus der Pro-B-Mannschaft antreten.“ Der Ulmer Coach dagegen rechnet fast damit, das Jonas Wohlfarth-Bottermann (Fußprobleme)  doch mit von der Partie sein wird. „Einer wie Wobo kann ein Spiel komplett umdrehen“, meint Leibenath.

Vorteile auszuspielen

„Ich hoffe, dass es uns schneller gelingt, taktische Lösungen gegen Erik Murphy und die anderen Big Men im Pick & Roll zu finden. Im Ligaspiel haben wir dafür drei Viertel des Spiels gebraucht. Gleichzeitig wird auch Frankfurt seine Lehren ziehen – das ist der besondere Reiz dieses Duells. Wir werden erneut versuchen, den Korb zu attackieren, um hier unsere Vorteile auszuspielen“, hat der Ratiopharm-Coach immerhin einige Überlegungen zu der Partie verraten. Für Frankfurts Akeem Vargas war die Devise für „Spiel drei “ schon kurz nach Ende von Spiel zwei klar. „Wir müssen versuchen, Dwayne Evans in den Griff zu bekommen“, sagte er bei Telekomsport. Im Pokal-Achtelfinale legte Evans 25 Punkte gegen die Hessen auf – am vergangenen Samstag waren es 20. „Er ist der Motor der Ulmer Mannschaft“, so Vargas, dessen Einsatz wegen Muskelproblemen  fraglich ist.

Geheimnis Pick & Roll: Das kann Ulm

Statistik für Fortgeschrittene. Die Skyliners beherrschen das Pick & Roll grandios. 1,48 Punkte erzielen die Hessen aus dem „Blocken und Abrollen“. Interessant ist, dass eine Stärke der Ulmer darin liegt, dieses P&Rl zu verteidigen.  Ulm lässt im Pick & Roll lediglich 0,65 Punkte pro Ballbesitz zu, bzw. zwingt den Gegner in jedem dritten Pick & Roll zu einem Ballverlust.

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