Der Zug nach oben

Philipp Schwethelm ist bereits in Playoff-Form. Foto: Lars Schwerdtfeger
Philipp Schwethelm ist bereits in Playoff-Form. Foto: Lars Schwerdtfeger
HELEN WEIBLE 23.04.2014
Die Ulmer Basketballer wollen sich für die Playoffs nicht mit Platz sieben begnügen. In den letzten drei Spielen sollen die Punkte für Rang fünf her.

Nachdem am 31. Spieltag endgültig feststand, dass Ratiopharm Ulm sicher mit der nunmehr dritten Playoff-Teilnahme in Folge planen darf, setzt sich der Basketball-Bundesligisten aus der Donaustadt ambitionierte Ziele. Der 92:74-Sieg gegen Medi Bayreuth am Ostermontag hat in zweierlei Hinsicht gut getan. Zum einen demonstrierte die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath den Willen, die bittere 82:86-Niederlage im Schwabenderby bei den Riesen Ludwigsburg schnell vergessen zu machen. Zum anderen bewies sie mit dieser guten Leistung vor den letzten drei Partien der Hauptrunde in der BBL, wohin es noch gehen soll diese Saison.

Schließlich gilt es für die ersten Aufeinandertreffen in den Playoffs, einen möglichst günstigen Platz einzunehmen. Für Leibenath heißt das Ziel für das Restprogramm, "nach oben etwas zu machen", also möglichst auf Platz fünf zu klettern. Die Auswärtspartie in Hagen am Freitag (19.30 Uhr) ist dabei die erste zu überwindende Hürde. Gegen die sehr heimstarken Phoenixe erwartet Leibenath ein schweres Spiel. Nur zwei Tage später aber, am Sonntag (17 Uhr) gegen Quakenbrück, fällt dann wohl die Entscheidung, wo Ulm die Hauptrunde besiegeln sollte. Denn eben die Artland Dragons (38:24) sind es, die es vom fünften Platz zu stoßen gilt. Sollte Ulm in dieser "Schlüsselpartie" (O-Ton Leibenath) einen Sieg erringen, könnten die Ulmer das Ziel erreichen. Der Pokalfinalist würde dann auf die derzeit viertplatzierten Oldenburger treffen.

Hielten die Ulmer den jetzigen siebten Tabellenplatz, würden sie auf den Tabellenzweiten Brose Baskets Bamberg (52:10) treffen. Als Sechster wiederum bekämen die Ulmer es mit dem drittplatzierten Alba Berlin (46:14) zu tun. Das "dicke B" ist wohl Ulms am wenigsten erstrebenswerter Gegner, denn sowohl in den BBL-Begegnungen (74:102, 87:92) als auch im Pokalfinale (80:86) zog Ulm gegen die Albatrosse stets den Kürzeren. Mit Bayern München - mit 52:8 Zählern der aktuelle Spitzenreiter - war das in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Sollten die Münchner Basketballer um den Ex-Ulmer John Bryant ihre Position halten, müsste Ulm allerdings als Achter in die Playoffs ziehen und dürfte in den letzten drei Partien nicht mehr siegen - ein ziemlich unwahrscheinliches Szenario. Bisweilen ist den Ludwigsburgern als Achter das Duell mit den Bayern vorbehalten.

Glaubt man Philipp Schwethelm, so schlägt das Aufbau-Programm von Coach Leibenath gut an. Bis auf die beiden Verletzten Daniel Theis und Cameron Long (beide Knieprobleme) fühlen sich alle Spieler fit genug für eine noch ungewiss lange andauernde Saison.