Bamberg / Klaus Helmstetter Brose Bamberg, Crailsheims Gastgeber am Sonntag, steht im Final Four der Champions League. Bei den Hakro Merlins sind alle Mann an Bord.

Nach dem Heimspiel gegen Alba Berlin müssen sich die Crailsheimer jetzt mit einem weiteren Hochkaräter auseinandersetzen. Wie die Hauptstädter (Alba verlor Spiel 1 der Euro-Cup-Finalserie in Valencia mit 75:89) fühlt sich auch das Team von Bamberg auf internationalem Parkett sehr wohl. Die Oberfranken treffen zum Auftakt des Final Four der Champions League am 3. Mai in Antwerpen auf das italienische Team Virtus Bologna. Bambergs italienischer Trainer Federico Perego hat großen Respekt vor seinen Landsleuten: „Sie besitzen außerordentliches Talent, sind sehr tief besetzt.“

Der Fokus liege aber auf der eigenen Truppe. „Wir haben in den letzten drei Monaten viel Arbeit investiert.“ Die Champions League ist der dritthöchste europäische Wettbewerb. Bamberg hatte sich im Viertelfinale gegen Titelverteidiger AEK Athen durchgesetzt und die Chance auf das Triple am Leben erhalten: Nach dem Pokalsieg liegen die Oberfranken auch in der Meisterschaft noch im Rennen.

Die Crailsheimer Korbjäger haben gegen Alba Berlin deutlich mit 69:105 Punkten verloren.

„Den guten Start aus dem ersten Viertel im Heimspiel gegen Berlin würde ich gerne am Sonntag in Bamberg auch sehen“, erklärt Crailsheims sportlicher Leiter Ingo Enskat. „Die Intensität und Energie, die die Mannschaft da stark gemacht haben, sollten sie über längere Zeit an den Tag legen, auch wenn der Gegner, wie es Alba Berlin getan hat, das Tempo anzieht. Wir müssen physischer dagegenhalten und dürfen uns nicht in unser Schicksal ergeben“, hofft Enskat. Er habe den Eindruck, „dass unser Auftritt oft damit steht und fällt, wie wir treffen. Gegen Berlin haben wir im zweiten Viertel nicht mehr getroffen.“ Und in der Folge nahmen die Dinge ihren bekannten Lauf. „Über herausgespielte Treffer und eine gute Quote kann man natürlich Selbstvertrauen bekommen und Sicherheit gewinnen.“

Mangel an Größe

Brose Bamberg verlor die Nachholpartie des 17. Spieltags bei den EWE Baskets Oldenburg mit 89:100 und muss nun am Sonntag gegen Crailsheim wieder punkten. Den Gästen gelang es in dieser Partie zu selten, die Dreierschützen der Hausherren aus dem Spiel zu nehmen (10/27). Zudem fand Oldenburg immer wieder Möglichkeiten, seine Center in Position zu bringen. Beste Bamberger Werfer waren Rice (23), Rubit (19) und Zisis (15). Trainer Federico Perego: „Oldenburg hatte mehr Energie als wir. Der Mangel an Größe hat den Unterschied gemacht.“

Dirk Nowitzki hat 1997 in Crailsheim gespielt – mit dem Zweitligisten Würzburg gegen den Bundesligisten Oberelchingen.

„In der Liga steht Bamberg auf dem fünften Platz. Das ist für die dortigen Ansprüche sicherlich nicht genug“, unterstreicht Ingo Enskat. „In den Play-offs wird der Heimvorteil für sie wichtig sein und dafür wollen sie eine kleine Serie starten. Wir müssen auch in Bamberg damit rechnen, dass der Gegner vielleicht einmal sechs bis acht Punkte in Folge macht. Dann gilt es, diesen Lauf energisch zu stoppen und nicht zu einem 15-Punkte-Lauf werden zu lassen.“ Verletzt hat sich im Crailsheimer Lager niemand, sodass Coach Tuomas Iisalo personell aus dem Vollen schöpfen kann.

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Info

Brose Bamberg – Hakro Merlins Crailsheim, Sonntag, 15 Uhr.