Innerhalb von sechs Tagen empfängt das Basketball-Team von Ratiopharm Ulm die Mannschaft der Fraport Skyliners in der heimischen Ratiopharm Arena gleich zweimal. Heute (18 Uhr) trifft das Team von Trainer Thorsten Leibenath im Bundesliga-Duell auf die Skyliners aus Frankfurt, am kommenden Donnerstag (20.15 Uhr) sind die Ulmer im Top-16-Spiel des Eurocup gegen die Hessen gefordert.

Die Neuauflage der Partie, nach dem Aus im Achtelfinale des BBL-Pokal gegen Frankfurt (74:78), hat für Leibenath mehr den Charakter eines Duells zweier Tabellennachbarn, als das einer Pokal-Revanche. „Die Mannschaft die verliert, wird sich die nächsten zwei Spiele keine Gedanken über einen Playoffs-Platz machen können. Der Gewinner findet dagegen Anschluss“, sagt Leibenath, dessen Team sich auf dem zehnten Tabellenplatz, einen Rang vor den Gästen aus Frankfurt, befindet.

Das hessische Team gewann, im Gegensatz zu Ratiopharm Ulm, seine letzte Bundesliga-Partie (84:77 gegen Bremerhaven) und ist damit seit drei Begegnungen unbesiegt. Im BBL-Pokal schlug die Mannschaft um Topscorer Jason Clark die Basketball Löwen Braunschweig (80:70) und trifft nun im Halbfinale auf die Basketballer von Alba Berlin.

Zur Spielvorbereitung wurde trotzdem das Ulmer Pokal-Aus gegen das Team von Trainer Gordon Herbert aufgearbeitet, bei der Leibenath auf wiederholende Muster seiner Mannschaft stieß. „Trotz Führung haben wir durch den erhöhten Defensiv-Druck am Ende verloren. Ähnliches ist uns gegen Vechta und Braunschweig widerfahren“, so der 43-Jährige Coach: „Wir müssen mannschaftlich geschlossener spielen.“

Gewarnt vor Verteidigung

Gleichzeitig warnt Ulms Coach vor der Verteidigungshaltung der Gäste. In seinen Augen verteidigt Frankfurt „kompromisslos und definiert sich über seine Defensive“. Hervorzuheben ist vor allem Quan­tez Robertson. Der 34 Jahre alte Kapitän ist der effektivste Spieler der Hessen der durchschnittlich zwei Bälle pro Saisonspiel klaut. „Für mich ist er noch immer eine Macht. Nicht umsonst wurde er 2016 zum besten Verteidiger gekürt“, erkennt Ulms Trainer Leibenath an.

Aber auch vor den Frankfurter Spielern Eric Murphy und Brady Heslip muss sich Ulm in Acht nehmen. Center Murphy zählt, trotz seiner Körpergröße von 2,08 Metern, mit einer 72-prozentigen Trefferquote zu den besten Dreierschützen des Eurocups. An Heslips Leistungen in der Offensive haben die Ulmer Korbjäger noch schlechte Erinnerungen aus dem Pokal-Achtelfinales. Dort netzte der kanadische Shooting Guard fünf Dreier ein und erzielte insgesamt 24 Punkte.

Im Hinblick auf die beiden anstehenden Spiele gegen die Fraport Skyliners aus Frankfurt brauchen die Ulmer Basketballer aber keinen zusätzlichen Ansporn durch ihren Coach. „Ich glaube, dass die letzte Niederlage noch in den Hinterköpfen meiner Spieler ist und dies eine gewisse Motivation freisetzt“, sagt Leibenath: „Wir müssen jetzt teamorientiert und geduldig spielen.“

Das könnte dich auch interessieren:

Entscheidung fällt nach dem Frankfurt-Spiel


Der Vertrag von Ratiopharm Ulms Center Bogdan Radosavljevic läuft noch bis Ende Dezember (drei Tage). Im Kontrakt des 25-Jährigen ist eine Option auf Verlängerung bis zum Ende der laufenden Bundesliga-Saison festgeschrieben. Ob der Verein Ratiopharm Ulm diese zieht, wird erst nach dem Spiel gegen Ligakonkurrent Frankfurt entschieden. Dennoch ist Trainer Thorsten Leibenath von dem 2,13 Meter großen Deutschen begeistert. „Er hat sich bislang sehr gut bei uns präsentiert und ich arbeite auch sehr gerne mit ihm“, sagte Headcoach Leibenath über Radosavljevic, der im Oktober, nachdem sich Gavin Schilling verletzt hatte, nachverpflichtet wurde.  af