Höchst aussagekräftig ist die Bilanz im Duell zwischen den Bundesliga-Basketballern von Ratiopharm Ulm und Brose Bamberg. Zu diesem Aufeinandertreffen kommt es am Sonntag wieder (18 Uhr/ Magenta Sport) in der Bamberger Brose Arena. Seit 1998 standen sich die Schwaben und die Franken 31 Mal in der BBL-Hauptrunde gegenüber. Ulm ging in nur sieben Partien als Sieger hervor – zuletzt mit zwei Erfolgen in der Saison 2016/17.

Seitdem ist viel Zeit vergangen. Die Bamberger wagen mit Federico Perego, der seit der Entlassung von Ainars Bagatskis Anfang des Jahres Headcoach ist, einen Neuanfang. Das mag nach großem Umbruch innerhalb des Brose-Teams und einer möglichen Chance auf Wiedergutmachung der Hinspiel-Pleite (91:100) für Ulm klingen – ist aber nicht so. Fünf Liga-Siege in Folge und der Pokalerfolg gegen Alba Berlin (83:82) verbuchte der 34-jährige Italiener mit seinem Team.

Frischer Wind dank Perego

Das weiß auch Ulms Trainer Thorsten Leibenath. „Unter Federico Perego hat Bamberg eine klarere Kontur in der Spielanlage bekommen“, sagt der 43-Jährige: „Ich habe auch das Gefühl, dass seitdem er da ist, alle Spieler mehr aus sich herausholen.“

Als Beispiel führt Leibenath Bambergs Aufbauspieler Tyrese Rice an. Unter Perego, der schon Assistenztrainer in der Trinchieri-Ära bei Brose Bamberg war, änderte sich die Rolle des 31-Jährigen. „Rice kommt jetzt nicht mehr von der Bank und ist als Starter noch einmal besser“, so der Ulmer Headcoach. Im Schnitt erzielt Rice für den Tabellenfünften 15 Punkte und verteilt sechs Assists pro Partie.

Des Weiteren kommt es zum Wiedersehen mit Augustin Rubit, der in Leibenaths Augen ein weiterer Schlüsselspieler in der Bamberger Rotation ist. „Wir müssen es als Mannschaft schaffen, Augustin Rubit in seinem Wirkungsbereich einzuschränken“, sagt Coach Leibenath über den Ex-Ulmer, der 70 Prozent seiner Zwei-Punkte-Würfe trifft: „Er ist im Eins-gegen-Eins überhaupt nicht zu stoppen.“ Das war schon im Hinspiel in Ulm zu sehen. Rubit war gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber mit 22 Punkten bester Werfer der Partie.

Aktivität und Beweglichkeit

Aus den Fehlern des Hinspiels haben die Ratiopharm-Korbjäger gelernt. Nun will es Ulm besser machen, um sich weiterhin eine Chance auf einen Playoff-Platz zu wahren. „Im dritten Viertel des Hinspiels haben wir nicht mehr scoren können, sind in der Defense zu träge geworden und in uns zusammengefallen“, sagt Leibenath über sein Team, das derzeit Achter ist: „Ich erhoffe mir von meinem Team nun mehr Aktivität in der Defensive und eine größere Beweglichkeit in der Offensive – mit und ohne Ball.“

Gleichzeitig hofft Leibenath auf eine Reduzierung seiner Verletztenliste und eine Rückkehr von Isaac Fotu, Per Günther und Katin Reinhardt. „Unser Lazarett wird sich aber bis zum Bamberg-Spiel nicht komplett auflösen“, sagt er. Eine weitere Verpflichtung nach Ra’Shad James, der bis zum Saisonende ausfällt, schließt der gebürtige Leverkusener nicht aus. Zeit dafür bliebe dem Verein noch bis Ende März.

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