Ulm Ulmer Basketballern gelingt der siebte Streich

Ulm / Sebastian Schmid 16.12.2017
Das Ratiopharm-Team setzt sich zuhause mit 72:69 gegen Würzburg und setzt seine Erfolgsserie fort. Das Duell zweier ehemaligen Ulmer Teamkollegen gerät zur eindeutigen Sache.

Als der 72:69-Sieg der Ulmer Basketballer am Samstagabend perfekt war, waren beide Trainer voll des Lobes. Ratiopharm-Coach Thorsten Leibenath und Würzburgs Dirk Bauermann bezeichneten jeweils das andere Team als „Spitzenmannschaft“ und waren beide stolz auf die Leistung ihrer Spieler. Leibenath ging dann sogar noch ins Detail und erwähnte extra Da'Sean Butler, Isaac Fotu und Per Günther.

Dass letzten Endes die Ulmer den siebten Bundesliga-Sieg in Serie feierten, war verdient. Mit einer engagierten Leistung setzten sie die ambitionierten Würzburger über 40 Minuten unter Druck und hatten stets die passende Antwort parat, wenn die Gäste dann doch einmal die Initiative übernahmen.

Benzing im Griff

Den Ulmern gelang es, Liga-Topscorer Robin Benzing (8 Punkte) über weite Strecken im Zaum zu halten und auch der zweitbeste Punktesammler der Baskets, Maurice Stuckey, blieb blass (2 Punkte). Lediglich Kresimir Loncar zeigte seine Klasse und war mit 22 Zählern ständig eine Gefahr für die Hausherren.

Die hatten sich im ersten Viertel eine Sieben-Punkte-Führung (19:12) erspielt, die sie gegen stärker werdende Würzburger bis zum Ende verteidigten. Dabei setzte vor allem Per Günther in der Offensive immer wieder für wichtige Akzente. Der 29-Jährige traf sechs seiner sieben Dreier, zum Teil von weit hinter der Linie. Damit stellte Günther seine Liga-Rekord an Distanztreffern ein und war mit 22 Punkten der beste Scorer seiner Mannschaft.

Rückstand im letzten Viertel

In einem starken Spiel beider Teams gingen die Franken im letzten Viertel zum zweiten Mal nach dem 3:2 in Führung. Cliff Hammonds traf zum 61:60. 95 Sekunden vor dem Ende erzielte Vytenis Lipkevicious dann das 67:66 für seine Mannschaft. Doch mit zwei getroffenen Freiwürfen, einem geklauten Ball und einem Korberfolg, vor dem er Benzing locker austanzte, drehte Butler die Partie zugunsten der Ulmer. Fast hätte das Ratiopharm-Team dann aber doch noch ersten Mal in dieser Saison in die Verlängerung gehen müssen, nachdem neun Sekunden vor dem Ende der eigene Einwurf irgendwie beim Gegner landete. Doch Abdul Gaddys Dreierversuch zum Ausgleich und damit zur Extraschicht fiel nur auf den Ring.

Punkte für Ulm: Günther 22, Fotu 16, Butler 11, Thompson 6, Harangody 5, Akpinar, Lewis, Benimon je 4.

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