Das letzte Quäntchen Hoffnung der Basketballer von Ratiopharm Ulm auf das Erreichen des Eurocup-Viertelfinales ist verflogen. Das dezimierte Team von Ulms Trainer Thorsten Leibenath unterlag im vierten Spiel der Zwischenrunde bei Lokomotive Kuban Krasnodar klar mit 76:88 (38:52).

Von Beginn an verteidigte Krasnodar körpernah. Bei jedem Angriff der Ulmer wurde der ballführende Spieler sofort unter Druck gesetzt. Das hinderte die Ratiopharm-Korbjäger aber nicht daran zu punkten. Mit einem getroffenen Dreier bescherte Javonte Green den Ulmern die erste Führung des Spiels (12:11) nach vier Minuten.

Das Team von Headcoach Leibenath, dem nur zehn Spieler zur Verfügung standen, ließ zu viele Offensivrebounds und Punkte durch Schnellangriffe der Russen zu. Ulms Ryan Thompson glich noch aus, ehe Krasnodars Dmitry Kulagin in letzter Sekunde des ersten Viertels  zum 26:24 traf.

Im zweiten Durchgang bot Ratiopharm Ulm dem Heimteam von Trainer Vlada Jovanovic bis vier Minuten vor der Halbzeitpause Paroli. Dann startete Lokomotive Kuban Krasnodar einen 14:2-Lauf. Drei erfolgreiche Würfe von jenseits der Dreierlinie ließen die Hausherren auf 52:38 davonziehen. Krasnodar profitierte von einer knapp 72-prozentigen Treffsicherheit aus dem Dreierland und sicherte sich zudem sieben Abpraller unter dem Ulmer Korb.

Nach dem Seitenwechsel startete Ratiopharm Ulm die Aufholjagd, um das Spiel noch einmal zu drehen. Maximilian Ugrai verkürzte auf sechs Zähler (49:55), doch im Gegenzug startete Krasnodar einen erneuten Lauf. Mit dem Ertönen der Sirene des dritten Viertels verwandelte Krasnodars Dorell Whright einen Dreier und sorgte für eine 17-Punkte-Führung (71:54) für den Titelaspiranten dieser Eurocup-Saison. Der Ex-Bamberger kam am Ende auf 20 Zähler.

Ein letztes Aufbäumen der Ulmer gegen die drohende Niederlage und das Aus auf internationaler Ebene wurde von Javonte Green eingeleitet. Der Shooting Guard, der mit 16 Zählern Ulms bester Werfer wurde, und Christoph Phillips verkürzten noch einmal auf zwölf Punkte (65:77). Jegliche letzte Hoffnung auf eine Ulmer Sensation wurde aber erneut durch einen Dreier von Wright im Keim erstickt. Krasnodar sicherte sich durch das 88:76 gegen Ulm das Weiterkommen im Eurocup.

Frischer Wind aus Bonn

Neben dem besiegelten Eurocup-Aus gab es aber auch eine  gute Neuigkeiten für die Ulmer Basketballer. Nachdem der Vertrag von Ra’Shad James bei Bundesligakonkurrent Telekom Baskets Bonn letzte Woche aufgelöst worden war, konnten  sich die Ulm nun die Dienste des US-amerikanischen Shooting Guards sichern. In 15 Ligaspielen für Bonn legte James durchschnittlich 14,9 Punkte auf und hatte eine Dreierquote von 38 Prozent.

„Ra’Shad kann uns mit seinen Allround-Qualitäten frische Energie geben“, so Leibenath, der auf Entlastung des von Ausfällen gequälten Ulmer Kaders durch James hofft. Der 1,88 Meter große Athlet kann sein Liga-Debüt für die Ulmer an seinem 29. Geburtstag am Samstag (18 Uhr/ live bei Magenta Sport) in Weißenfels beim Mitteldeutschen BC geben.

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