Ulm/Elchingen / seb/swp

In den Playoffs der Pro B haben sowohl die Basketballer der Orange Academy als auch der ScanPlus Baskets Elchingen ihre Heimspiele gewonnen und damit jeweils das frühe Saison-Aus verhindert. Am kommenden Wochenende geht es für das Duo nun jeweils in fremder Halle um den Viertelfinal-Einzug.

Beide Klubs machten es mächtig spannend. Die Elchinger leisteten sich im zweiten Playoff-Achtelfinale gegen Oldenburg im dritten Viertel einen Blackout (11:25) und musste sich im letzten Durchgang mächtig strecken, um sich in Spiel drei zu retten. Nach dem 76:71-Heimsieg fällt nun am Sonntag (18 Uhr) bei den Niedersachsen die Entscheidung ums Weiterkommen.

In welcher Halle das Spiel stattfinden wird, ist laut Sportdirektor Dario Jerkic noch offen. Denn nach der 68:76-Auftaktpleite haben die Elchinger massiv Kritik an der Spielstätte der Oldenburger Bundesliga-Reserve geübt. Fünf Faktoren, die zur Pro-B-Tauglichkeit nötig sind, erfülle die Halle am Haarenufer nicht, darunter laut Jerkic die geforderte Deckenhöhe und die angemessene Ausleuchtung. „Da gibt es ein Licht, wie in einer Autowerkstatt“, ärgert sich Jerkic, der die widrigen Umstände in der Halle für die Auftaktniederlage verantwortlich macht. Deshalb fordern die Elche eine Verlegung der anstehenden Partie in die kleine EWE-Arena. „Jetzt warten wir auf die Antwort der Liga“, so Jerkic.

In der Brühlhalle hatte das Team von Trainer Boris Kurtovic drei Viertel lang alles im Griff. Mit 25:12 stellten die Hausherren im ersten Durchgang gleich einmal klar, dass sie nicht gewillt sind, sich in den Urlaub zu verabschieden. Im zweiten Durchgang kamen die Gäste, die zwar nur acht Akteure dabei hatten, aber laut Jerkic trotzdem in Bestbesetzung angereist waren, besser ins Spiel. Trotzdem ging Elchingen mit einem 44:33 in die Halbzeit. Was dann folgte, hätte Elchingen „fast den Sieg gekostet“ (Jerkic). Nach einem katastrophalen dritten Viertel (11:25) konnte sich der Hauptrunden-Fünfte nur dank einer klaren Leistungssteigerung und einem 21:13 im finalen Durchgang ins entscheidende dritte Spiel retten.

Philipps wird zum Held

Das haben nach einem Basketball-Krimi auch die Schützlinge der Orange Academy erreicht. Im Duell mit dem Bundesliga-Nachwuchs von Alba Berlin sicherte Christoph Philipps mit seinem Korbleger zwei Sekunden vor dem Ende den 82:80-Sieg der Ulmer gegen Lokomotive Bernau. Am kommenden Samstag (19 Uhr) geht es für die Mannschaft von Trainer Danny Jansson nun in Brandenburg ums Viertelfinale. „Diese Serie hat ein drittes Spiel verdient. Und das Gute ist: Wir haben immer noch viel Raum für Verbesserung“, sagte Ulms Trainer Danny Jansson, dessen Team über weite Strecken der Partie einem Rückstand hinterherlief, sich dank toller Moral letztlich aber den verdienten Sieg sicherte.

Meiste Punkte Elchingen: Vucica 19, Butler 14, Fekete 11 (10 Assists).
Meiste Punkte Academy: Davis 25, Philipps 18, Pape 17,