Merlins Basketball-Play-Offs: Merlins setzen Viertelfinal-Serie in Gotha fort

Crailsheim / KLAUS HELMSTETTER 08.04.2014
In den Play-offs gibt es keine Zeit zu verschnaufen. Bereits am heutigen Dienstag steht Spiel 2 in der Serie zwischen Crailsheim und Gotha auf dem Plan – in Thüringen. Am Freitag geht es dann in der Hakro-Arena weiter.
Spätestens seit Samstag sind Merlins samt Fans wieder im Play-off Modus. Schon das erste Aufeinandertreffen mit den Rockets hatte zahlreiche Ingredienzien parat, die für eine spannende Serie stehen: Zittern, Leiden, auch einmal die Hände verzweifelt über dem Kopf zusammenschlagen – tolle Aktionen, Dunkings, Dreier und am Ende mit Carlos Medlock einen echten Matchwinner, der die Merlins durch ein Spiel voller Höhen und Tiefen leitete.

Die gute, alte Weisheit „nach dem Spiel, ist vor dem Spiel“ gilt in diesen Tagen mehr denn je. Schließlich liegen zwischen dem Ende von Spiel 1 und dem Sprungball zu Spiel 2 der Viertelfinalserie gerade einmal 70 Stunden. Was tun, in der knappen Zeit? Die Coaches Ensminger und Young waren sich einig, dass in ihren Teams vor allem die Aufarbeitung des ersten Spieles und taktische Details im Vordergrund stehen werden oder wie Ingo Enskat, sportlicher Leiter der Merlins, scherzhaft auf der Pressekonferenz formulierte, dass ein Athletik- und Konditionstraining momentan wohl nicht gerade angesagt wäre.

Dennoch muss die Konzentration hochgehalten werden. „Wir haben gerade in der ersten Halbzeit zu viele kleine Fehler, und uns damit selbst das Leben schwer gemacht“, so Ingo Enskat. Soll heißen, dass sichere Würfe nicht verwandelt wurden und Rebounds oder freie Bälle oft in Händen der Gästespieler landeten, da sich so mancher Crailsheimer auf dem Spielfeld womöglich schon zu sicher wähnte. „Nach der Halbzeitpause haben wir in der Defensive deutlich kompakter agiert und endlich im Angriff bessere Aktionen füreinander kreiert“, weist Enskat darauf hin, wo man im zweiten Spiel von Beginn an den Hebel ansetzen muss. Denn ein Selbstläufer wird das Spiel in der „Blauen Hölle“ von Gotha wohl kaum. Zu stark präsentierten sich die Gäste bereits in Crailsheim. „Wir wollen die Penetrationen und Pick&Roll Situationen unserer Gegner besser kontrollieren“, gewährt Coach Willie Young Einblick in seine taktischen Überlegungen.

Ob er auf Kapitän Stevie Johnson zurückgreifen kann, ist noch unklar. Die erste Behandlung vor Ort ließ keine sichere Diagnose zu. Von einer leichten Zerrung im Oberschenkel bis zu einem handfesten Muskelfaserriss ist alles möglich. Johnson selbst bleibt optimistisch. „Es hat ganz schön gezwickt, doch ich gehe immer vom Besten aus“, so der Sympathieträger, der im schlimmsten Fall von der Bank aus seinen Kollegen auf dem Feld zusehen muss. „Wir haben einen tiefen Kader und auch schon andere Ausfälle kompensieren können“, betont Johnson.

Info Anpfiff, am heutigen Dienstag 20 Uhr. Fahrzeit knapp unter drei Stunden. Halle in der Kindleber Straße.