Alba Berlin hat sein Finaltrauma überwunden und mit dem zehnten Pokaltriumph den Rekord von Bayer 04 Leverkusen eingestellt. Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit bezwang der Hauptstadtklub vor heimischer Kulisse die Baskets Oldenburg im Endspiel mit 89:67 (40:43). Für die Berliner war es der erste Titelgewinn seit 2016. Die vergangenen fünf Finals in Meisterschaft, Pokal und Eurocup hatte das Team von Trainer Aito Garcia verloren.

Vor 14 614 Zuschauern entschied Alba das dritte Viertel mit 25:8 für sich und setzte sich damit entscheidend ab. Bester Werfer des Siegers war Martin Hermannsson mit 20 Punkten, für Oldenburg reichten auch 17 Zähler von Braydon Hobbs nicht.

Von Beginn an entwickelte sich eine enge Partie mit viel Kampf. Alba wirkte womöglich auch durch die vergebenen Titelchancen der jüngeren Vergangenheit gehemmt. Oldenburg startete hingegen konzentriert, zeigte zunächst eine starke Defensivleistung. Vor allem Center-Hüne Rasid Mahalbasic stellte Alba vor Probleme. Angeführt von dem 2,10 Meter großen Österreicher dominierten die Niedersachsen beim Rebound und sicherten sich immer wieder zweite Wurfchancen.

Doch Alba kam mit einer anderen Intensität aus der Kabine. Per Dreier sorgte Aufbauspieler Peyton Siva zum 49:46 für die erste Führung seit dem Auftaktviertel. Dann der entscheidende Schlag: Mit einem 10:0-Lauf setzte sich Alba ab und baute den Vorsprung bis zum Ende des dritten Abschnitt auf 14 Punkte aus. Das Schlussviertel wurde für Alba zur großen Pokalparty.

Erstmals fanden in der Mercedes-Benz-Arena an einem Tag sowohl eine Eishockey- als auch eine Basketball-Partie statt. In einem logistischen Kraftakt war die Eisfläche nach dem Sieg der Eisbären über Mannheim binnen weniger Stunden mit dem Parkettboden überbaut worden.