Basketball Basketball-Nachwuchsteams in Europa unterwegs

Dominik Dörr (links) und seine U15-Auswahl waren in Escaudin in Frankreich im Finale ganz knapp dem lettischen Team VEF Skola unterlegen.
Dominik Dörr (links) und seine U15-Auswahl waren in Escaudin in Frankreich im Finale ganz knapp dem lettischen Team VEF Skola unterlegen. © Foto: Escaudin Basket
Region / TOBIAS KNAACK 09.04.2015
Auf Tour durch Europa: Wie in vorangegangenen Jahren waren Urspring-Basketballer und -Trainer zu Ostern auf verschiedenen Turnieren unterwegs. Alle kamen mit guten und lehrreichen Eindrücken zurück.

Während andere an Ostern im heimischen Garten Eier gesucht haben, sind die Nachwuchs-Basketballer aus der Region wie schon in den Vorjahren auf Korbjagd im europäischen Ausland gewesen: in Frankreich, Italien und Österreich.

Eine vom künftigen Ehinger Headcoach Domenik Reinboth betreute U19-Auswahl war in Lisone in Italien. Das Team war dabei vom Verletzungs- respektive Krankheitspech verfolgt. Noah Aghas reiste krank an und konnte erst spät ins Turnier einsteigen. Finn Eckhardt hat eine leichte Knochenabsplitterung und muss vier Wochen aussetzen. Marko Sarac erlitt eine Bänderdehnung und muss pausieren. Und Jonas Miksch hat muskuläre Probleme in der Schulter. Die Verletzungen sind vor allem dahingehend ärgerlich, da die U18-Meisterschaft vor der Tür steht. Das Team, das auf Rang sieben landete, habe sich „sehr gut präsentiert“, sagte Reinboth. „Es war ein absolut positives Turnier“, das „sehr, sehr hohem Level“ stattgefunden habe – was die Reinboth-Schützlinge gegen das Team Ohio aus den USA erfuhren. Bis ins vierte Viertel führten sie, bis ein „heiß gelaufener“ Amerikaner sie praktisch im Alleingang abschoss. Gegen Kaunas aus Litauen gab es in der Haupthalle dann einen schönen Turnierabschluss.

Der Noch-Trainer der Ehinger Basketballer, Michael Spöcker, war mit einer aus Baden-Württembergern, Saarländern und Rheinland-Pfälzern bestehenden U15-Auswahl in Saumur in Frankreich. Bei dem internationalen Turnier mit vielen französischen, aber auch kroatischen und ungarischen Teams belegte die Mannschaft Platz sechs. Man habe bisweilen gesehen, dass man in Deutschland „international hinterherhinkt“. Dennoch habe die Mannschaft, in der auch zwei Urspringer waren, „wichtige Erfahrungen sammeln“ können.

Ursprings JBBL-Coach Dominik Dörr war mit einer aus Urspringer und Nürnberger U15-Akteueren besetzten Mannschaft in Escaudin in Frankreich. Dort verlor das Team erst im Finale gegen die lettische Mannschaft von VEF Skola knapp mit fünf Punkten, hatte zwölf Sekunden vor Schluss sogar die Chance auf den Ausgleich. „Gegen die physisch starken Letten haben die Jungs sehr gut gegengehalten“, sagte Dörr, der mit dem Erreichten zufrieden war: „Es ist nicht selbstverständlich, dass man sich als Team so findet.“ Der Nürnberger Matthew Meredith, der bereits bei Ralph Junges ProA-Team zeitweise mittrainiert, wurde zum wertvollsten Spieler des Turnieres gekürt.

In Wien war Oliver Heptner mit einer Auswahl von Söflinger, Urspringer und Ehinger Spielern (U16). Das Team kam bis ins Achtelfinale, das man gegen die JBBL Bonns aus Sicht von Heptner „herschenkte“. Zuvor hatte man unter anderem die JBBL Bremerhavens besiegt – das „basketballerische Highlight des Turnieres“. Das Team habe sich gut gefunden und gerade auf körperlicher Ebene gegen internationale, aber auch nationale Teams gute Erfahrungen sammeln können.

In Varese, in der Nähe Mailands gelegen, war Steeples-Teammanager Nico Drmota mit einer U17-Auswahl aus Nürnbergern und Urspringern (Klughardt und Kleinschroth). In der Vorrunde noch ungeschlagen verlor man im Halbfinale gegen Team Ohio aus den USA vor mehr als 1000 Zuschauern nach zwischenzeitlichem 15-Punkte-Rückstand knapp mit 74:77. Im Spiel um Platz drei ging es beim 67:68 gegen Bluorobica aus Italien noch enger zu. Auch da hatte man mit mehr als 20 Punkten hinten gelegen. Drmota bewertete die Turniere: „Es gibt sportlich nichts Besseres an Ostern.“

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