Ein wenig erinnert die Situation der Ehinger Basketballer an den legendären Ausspruch des ehemaligen Fußball-Profis Jürgen „Kobra“ Wegmann. Der sagte einst: „Erst hatten wir kein Glück – und dann kam auch noch Pech dazu.
So dürfte sich auch Trainer Domenik Reinboth in dieser ProA-Saison bislang fühlen. Das Team Ehingen Urspring ist auf der Center-Position durch den Ausfall von Akim-Jamal Jonah ohnehin schon geschwächt. Beim Gastspiel am Samstag in Leverkusen fiel dann auch noch Mathias Groh aus. Als wäre das nicht genug, zog sich Ference Gille auf der Busfahrt an den Rhein eine muskuläre Rückenverletzung zu und konnte nicht mitwirken.

Nur acht einsatzbereite Spieler

Damit standen Reinboth nur noch acht Akteure zur Verfügung. Insofern ist die 82:97-Niederlage beim deutschen Rekordmeister nicht verwunderlich. Doch die Art und Weise, wie sich Ehingen dabei drei Viertel lang verkaufte, nötig Respekt ab. Die Gäste starteten stark in die Partie und führten nach einem Dreier von Jack Pagenkopf mit 14:7 Grant Dressler sorgte mit seinen Punkten dafür, dass Leverkusen mit einer etwas zu hohen 29:23-Führung ins zweite Viertel ging. Dort kämpften sich die Ehinger zum Ausgleich (33:33), kassierten dann aber einen 2:9-Lauf. Hauptsächlich, weil Bayer es nun besser verstand, seine Vorteile unter dem Korb auszuspielen und immer wieder über Eddy Edigin zum Erfolg kam.

Im letzten Viertel schwinden die Kräfte

Mit einem 46:52-Rückgang ging es für Reinboths Truppe in die Halbzeitpause, nach der Leverkusens Vorsprung bis auf 13 Punkte anstieg (62:49). Doch der ersatzgeschwächte Außenseiter kämpfte sich erneut zurück, verkürzte kurz vor dem Viertelende auf 62:66. Allerdings schwanden im letzten Durchgang wie zu erwarten die Kräfte, zumal Kameron Hankerson acht Minuten vor der Schlusssirene sein fünftes Foul kassierten und vom Feld musste. Auch wenn die Niederlage am Ende deutlich ausfiel, können die sich wacker wehrenden Ehinger über weite Strecken mit der Leistung zufrieden sein.
Kommende Woche empfangen sie die Artland Dragons in der JVG-Halle. Dann hofft Dominik Reinboth auf etwas mehr Glück – und vor allem auf mehr Spieler.