Basketball Bambergs Trainer Trinchieri: Die süßeste Meisterschaft

Meister: Bambergs Miller feiert den neunten Titel.
Meister: Bambergs Miller feiert den neunten Titel. © Foto: dpa
Bamberg / dpa 12.06.2017
Kaum war die Schlusssirene ertönt in der Frankenhölle, erhielt Erfolgstrainer Andrea Trinchieri unter dem tosenden Jubel der Zuschauer die erste Bierdusche.

Im von Bierduschen durchnässten weißen Hemd herzte Meistertrainer Andrea Trinchieri seine Basketball-Helden. Brose Bamberg untermauerte seine Ausnahmestellung und stürmte zur neunten Meisterschaft. Die Mannschaft des Italieners Trinchieri bezwang Baskets Oldenburg mit 76:58 (39:34) und sicherte sich damit den entscheidenden dritten Sieg in der Endspielserie.

„Das war der süßeste“, sagte Trinchieri auf die Frage, ob die dritte Meisterschaft in Serie die kostbarste für ihn sei. „Wir mussten vielen Widrigkeiten trotzen, Verletzungen, Spielplan. Am Ende konnte ich mich aber auf ein unglaubliches Team verlassen.“

Verlassen wird Trinchieri die Bamberger, denen ein personeller Umbruch bevorsteht, indes nicht. Der ohnehin bis 2018 gebundene Coach verlängerte nach Angaben von Aufsichtsratsboss Michael Stoschek seinen Vertrag. „Über die Zukunft möchte ich erst morgen sprechen“, wiegelte Trinchieri hingegen ab.

Auf dem Weg zur großen Sause konnte selbst erhebliche Gegenwehr des Außenseiters bis zum Ende des dritten Viertels den Serienmeister am Ende nicht von seinem Double-Pfad abbringen.

Nicht zuletzt dank ihres treffsichersten Werfers Maodo Lo (15 Punkte) konnten die Bamberger nach dem Schlusspfiff ihre Titel-Party vor 6150 Zuschauern in eigener Halle starten. Mit der neunten Meisterschaft überholte Trinchieris Truppe sogar ALBA Berlin in der ewigen Rangliste und liegt nur noch hinter dem 14-maligen Champion Bayer Leverkusen. Zudem lösten die Bamberger nach dem 3:0 in der Serie das Ticket für die Euroleague. „Unglaubliches Gefühl, immer wieder“, schwärmte Kapitän Elias Harris nach der dritten Meisterschaft in Serie.

Der französische Bamberger Aufbauspieler Fabien Causeur ist von Journalisten zum wertvollsten Akteur der Finalserie gewählt worden. Der 29-Jährige war erst im vergangenen Sommer von einem spanischen Klub nach Bamberg gekommen.