Basketball Auszeichnung für Ehingen

Teammanager Nico Drmota, vom Team Ehingen Urspring und Dr. Dietmar Schubert (rechts) wurden für ihre gute Zusammenarbeit ausgezeichnet.
Teammanager Nico Drmota, vom Team Ehingen Urspring und Dr. Dietmar Schubert (rechts) wurden für ihre gute Zusammenarbeit ausgezeichnet. © Foto: Dave Stonies
FLORIAN ANKNER 11.08.2016
Das Team Ehingen Urspring und Dr. Dietmar Schubert wurden für ihre Arbeit von der Berufsgenossenschaft der Unfallversicherungen ausgezeichnet.

Denkt man an bekannte deutsche Sportvereine, dann kommt einem vermutlich früher oder später der FC Bayern München oder Borussia Dortmund in den Sinn. Die beiden Klubs bestimmen den deutschen Fußball seit Jahren und gehören auch im internationalen Vergleich zu den Topteams. In einer Disziplin jedoch läuft das Team Ehingen Urspring den beiden Vereinen den Rang ab: und zwar im Bereich Verletzungsprävention. Das ermittelte nun die Berufsgenossenschaft der Unfallversicherungen (VBG) und zeichnete die Zusammenarbeit der Steeples mit Arzt Dr. Dietmar Schubert aus. Beim alle zwei Jahre verliehenen „Präventionspreis Sport“ wurden sie mit der Bronzemedaille ausgezeichnet. Vor den Ehingern liegen 2016 nur noch die beiden Fußballvereine Hannover 96 und TSG 1899 Hoffenheim. „Das macht einen natürlich unglaublich stolz“, sagt Schubert.

Schubert wurde dafür ausgezeichnet, dass er zum einen Jugendspieler im hohen Maße für den Leistungssport sensibilisiert – und zum anderen für seine  Prävention von Sportverletzungen. Nur fünf Prozent aller Sportverletzungen, sagt Schubert, passieren durch Fremdverschuldung. „Daher ist es wichtig, den Körper auf die Belastungen des Leistungssport perfekt einzustellen.“ Das höre nicht beim richtigen Training auf, sondern umfasse auch die Bereiche Regeneration, Schlaf und Essen. „Es muss eine richtige Abstimmung geben.“ Dass diese Abstimmung bei den Steeples in der vergangenen Saison perfekt geklappt hatte, zeigte sich auch darin, dass kein Spieler länger als zwei Wochen verletzt war und das nicht nur bei der Profimannschaft in der zweiten Basketball Bundesliga.

Das gehe, laut Schubert, aber auch nur, wenn die Spieler kontinuierlich betreut und das Einhalten der Vorgaben überprüft werden. So wird geschaut, dass Spieler etwa bis 23 Uhr im Bett sind und sich auch an eine ausgewogene Ernährung halten. „Man darf es sich aber nicht wie in einer Kaserne vorstellen. Sie werden nicht permanent überwacht.“ Vielmehr gibt es, mit Isabella Rasch, eine Gesundheitsbeauftragte, die im ständigen Kontakt mit den Spielern, Trainern und dem Ärzteteam steht und etwa Termine koordiniert. „Dafür sind wir für alle permanent abrufbar und haben keine Versorgungslücken“, so Schubert.

Durch diese lückenlose Betreuung kann das medizinische Team dafür sorgen, dass Spieler, die eine Verletzung haben, auf die optimale Weise behandelt werden und so dazu beitragen können, dass sie möglichst schnell wieder ins Training einsteigen können.

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