Jugendbasketball Aufholjagd der U 19 bleibt unbelohnt

Halle/Saale / Michael Wiedmann 10.01.2018

Die Niederlage beim direkten Konkurrenten MBC Junior Sixers fiel mit 73:74 jedoch denkbar knapp aus, nachdem die Nachwuchszauberer im Schlussviertel noch 17 Punkte aufholen konnten. Die erste Halbzeit brachte Licht und Schatten für die Merlins. Vor allem der Beginn der Partie misslang den Gästen völlig, die nach der langen Anreise früh einem Rückstand hinterherlaufen mussten und eine Hypothek von neun Punkten mit in den zweiten Abschnitt nahmen (22:13). Mit deutlich stabilisiertem Spiel fanden die Merlins nun besser ins Spiel und konnten bis zur Halbzeitpause minimal aufholen (36:30).

Mit einigen taktischen Änderungen sollte nach dem Seitenwechsel die Partie auf die Habenseite gezogen werden. „Wir haben ein paar Dinge besprochen und geändert, was wir dann auch gut umgesetzt haben“, berichtete Trainer Kai Buchmann von seiner Pausenansprache, die zunächst gut fruchtete. Mit einem 10:0-Lauf eroberten die Gäste erstmals die Führung, ehe eine One-Man-Show die Bemühungen der Crailsheimer zunichte machte. Michel Radestock netzte satte sechs Dreipunktewürfe in Folge für den MBC ein. „Das waren auch nicht dieselben Würfe, sondern wirklich unfassbare Dinger aus allen Lagen. So was habe ich noch nicht erlebt“, zog Buchmann seinen Hut vor dieser Individualleistung.

Merlins beweisen Charakter

Auch zwei Auszeiten konnten den Lauf nicht stoppen, der den Gastgebern einen komfortablen Vorsprung vor dem Schlussviertel bescherte (67:51). Dem Vorbild der Profis folgend zeigten die Nachwuchsmerlins dort aber eine große Charakterleistung. Zwischenzeitlich mit 18 Zählern im Rückstand ließen die Crailsheimer defensiv nun nichts mehr zu und kamen bis auf einen Punkt heran. In einer dramatischen Schlussphase vergab der MBC zwei Freiwürfe, im letzten Angriff zogen die Merlins das Foul und hatten zwei Sekunden vor dem Ende die Chance, von der Linie das Wahnsinns-Comeback zu krönen. Doch auch die Crailsheimer Nerven flatterten zu sehr, um wenigstens einen Wurf zur Verlängerung zu verwandeln. „Wir haben im ganzen Spiel und vor allem im letzten Viertel zu viele Freiwürfe liegen lassen“, monierte Buchmann angesichts der Freiwurfquote von 41 Prozent (16/39) seines Teams. Somit blieb das 74:73 zugunsten der Hausherren auf der Anzeigetafel stehen. „Wir spielen dennoch weiter realistisch um die Play-offs“, so der Ausblick des Coaches.

Für die Merlins spielten: Lukic (16 Punkte), Seidl (1), Exler, Popovic (), Vasovic (4), Lin, Hofmann (19), Großmann, Moser (4), Urbansky (5)

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