Spannung bis zum Schluss in der Basketball-Bundesliga. Am letzten Spieltag der Hauptrunde standen sich die beiden verbliebenen Kandidaten um den achten Platz, der zur Playoff-Teilnahme berechtigt, im direkten Duell gegenüber. Dank des 85:81-Erfolgs in Göttingen haben sich die MHP Riesen Ludwigsburg zum zweiten Mal in Serie für die Meisterschaftsrunde qualifiziert. Jon Brockman mit 22 und Michael Stockton mit 21 Punkten führten ihr Team zum Sieg und verhinderten die Krönung einer starken Saison des Aufsteigers.

Auf wen die Ludwigsburger im Playoff-Viertelfinale treffen, entscheidet sich erst morgen. Im Nachholspiel stehen sich Gastgeber Alba Berlin und Tabellenführer Brose Baskets Bamberg in der Hauptstadt gegenüber (15 Uhr). Beide Teams liegen nach Punkten gleichauf (56:10), der Sieger sichert sich den Heimvorteil in einem möglicherweise entscheidenden fünften Spiel der Finalserie. Sowohl Bamberg (99:64 gegen Bayreuth) als auch Berlin (87:74) leisteten sich keinen Ausrutscher und sind für das Topspiel gerüstet. Die Ludwigsburger, die auf den Gewinner der Partie treffen, sehen der kommenden Aufgabe entspannt entgegen. "Wer es letztlich ist, ist egal. In den Playoffs kann alles passieren. Als Achter hat man nichts zu verlieren", sagte Chris McNaughton.

Für die Walter Tigers Tübingen ist die Saison hingegen beendet. Das Team von Coach Igor Perovic unterlag am letzten Spieltag den Skyliners Frankfurt mit 77:82, die als Sechster der Hauptrunde in den Playoffs auf Titelverteidiger Bayern München treffen.

Mit Siegen haben sich die beiden Absteiger verabschiedet. Die Crailsheim Merlins gewannen bei den Artland Dragons mit 100:99. Matchwinner für den Aufsteiger, der trotz des Erfolgs Letzter bleibt, war Garrett Sim, der 26 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Dreier traf. Die TBB Trier, die nach dem Punktabzug wegen der Insolvenz sowie Verstößen gegen die Lizenzierungsauflagen als zweiter Klub in die Pro A absteigt, schlug im vorerst letzten Bundesliga-Spiel der Vereinsgeschichte den Mitteldeutschen BC mit 89:81.

Daneben kam es am letzten Spieltag zu zwei direkten Duellen zweier Playoff-Teilnehmer. Pokalsieger Oldenburg unterlag dabei zuhause München mit 57:70 und trifft in den Playoffs auf den Verlierer des Topspiels zwischen Berlin und Bamberg. Zu einem schnellen Wiedersehen kommt es für Ulm und Bonn. Das Ratiopharm-Team sicherte sich dank des 93:87-Siegs in Bonn den fünften Platz und trifft damit im Viertelfinale auf die einen Rang besser platzierten Baskets. Mit dieser Serie starten die Playoffs, los geht es am Mittwoch in Bonn. Alle anderen Viertelfinal-Serien beginnen am kommenden Wochenende.

Mit Würzburg und Gießen stehen die Aufsteiger in die Bundesliga bereits fest. Die beiden Teams spielen trotzdem noch den Meister der Pro A aus. Dabei hat Gießen das erste Spiel der Serie bei den Franken mit 77:76 gewonnen.

Gemeinsam für die EM

Ein Traum Die Basketball-Bundesliga demonstrierte am letzten Hauptrunden-Spieltag ihre Verbundenheit mit der Nationalmannschaft. In allen Hallen wurden Banner mit der Aufschrift "Eine Liga - Ein Traum - EM 2015" präsentiert. "Die Aktion am letzten Hauptrunden-Spieltag unterstreicht die Verbundenheit und die Identifikation mit der Nationalmannschaft", sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer: "Jeder weiß, was eine erfolgreiche EM bewirken kann." Bei der EM (5. bis 20. September) trägt die deutsche Mannschaft ihre Vorrundenspiele in Berlin aus.