Antrag abgelehnt

HEL 23.03.2013

Basketball - Pro A. Am frühen Abend wurde die für die Merlins frohe Kunde gestern publik. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Der von Jena gestellte Antrag auf Spielwertung wurde abgelehnt. Im letzten Heimspiel hatten die Korbjäger aus Crailsheim gegen Jena mit 90:79 Punkten gewonnen. Die Partie wurde mit mehr als 15 Minuten Verspätung angepfiffen, nachdem der Schiri die Trikots moniert hatte. Der nötige Kontrast - ein wichtiges Kriterium - so meinte der Referee, sei nicht gegeben. Auf diese Zeitverzögerung gründeten die Gäste aus Jena ihr Antragsverfahren auf Spielwertung. Im Kern der Entscheidung geht es dem Vernehmen nach darum, dass nur auf Spielwertung entschieden werden kann, wenn ein Team schuldhaft einen um mehr als 15 Minuten verzögerten Spielbeginn verursacht. Im vorliegenden Fall kann man demnach nicht sagen, dass die Crailsheimer die Alleinschuld an der Verspätung trifft. Denn blaue (helle) Heimtrikots bewirken ebenso wenig einen ausreichenden Kontrast wie Auswärtstrikots mit erheblichem Weiß-Anteil (Jena), dass man sie nicht als dunkel einstufen kann. Rechtsanwalt Jürgen Hägele hat in einem 16-seitigen Schreiben, mit acht Anlagen, den Standpunkt der Merlins ausführlich dargelegt. Seiner Meinung nach trifft die Merlins gar keine Schuld an der Verzögerung, denn sie hatten sowohl blaue, als auch weiße Trikots vor Ort in der Halle. Den Basketballern aus Jena bleiben Rechtsmittel. Als nächste Instanz könnten sie ein Schiedsgericht anrufen. Ob sie das tun, stand bei Redaktionsschluss nicht fest. Das dürfte auch von der weiteren sportlichen Entwicklung abhängen.