Basketball Halbzeit-Bilanz Halbzeit-Bilanz: Quartett braucht richtige Kulisse

Helen Weible 30.12.2017
Das Team Ehingen Urspring muss den Klassenerhalt erst noch klarmachen. Der Umzug in die neue Halle kostete viel Kraft.

Das Ziel ist alljährlich das gleiche für die Basketballer vom Team Ehingen Urspring: Klassenerhalt in der 2. Basketball-Bundesliga. „Die Pro A wird immer stärker. Wir sind froh, wenn wir in diesem Konzert weiter mitspielen können“, sagt Manager Nico Drmota. Neun bis zehn Siege sind dafür nötig. Drei sind es bislang. Um das Ziel zu erreichen, ist es noch ein weiter Weg. Nicht vergessen darf man bei der Betrachtung zur Saison-Halbzeit, was ein Klub im Hintergrund leistet. „Viel Kraft hat uns der Umzug in die neue Halle gekostet“, sagt Drmota. Damit zu Punkt 1:

Die neue Halle: Der Klub an der Donau, der mit der Basketball-Akademie in Urspring voll auf die Ausbildung junger Spieler setzt, will nach 25 Jahren Längenfeldhalle eine neue Heimstätte. Das ganze vergangene Jahr waren Haupt- wie Ehrenamtliche gefordert, um den Traum einer modernen, zentralen Halle beim Johann-Vanotti-Gymnasium wahrzumachen. Manager Nico Drmota ist dankbar dafür, dass das Vertrauen der Stadt da war für dieses Projekt – nicht selbstverständlich. Nunmehr kümmern sich viele Ehrenamtliche um Aufbau und Abbau sowie die Bewirtung in der Halle. Das Team um Barbara „Babsi“ Persdorf leistet Unglaubliches. Die Basketballabteilung der TSG Ehingen stemmt das Catering. Schüler des Gymnasiums helfen beim Livestreaming mit. Die Halle ist mit einer Kapazität von 1500 Plätzen leider selten ausgelastet. „Ausbaufähig“, gibt Drmota zu, „aber Siege sind nunmal das beste Marketing.“

Der Kader: Die Zuschauer mussten sich auf ein neues Team einschwören: Lauter unbekannte Gesichter kamen nach Ehingen. Die Auslese der Amerikaner diese Saison ist dennoch wertvoll: Davonte Lacy, Seger Bonifant und – mit etwas schwankenden Leistungen – Bradley Hayes bildeten bereits ein starkes Trio. Für den schwachen Cole Preston kam Anfang Dezember der Meisterschaftsheld Devon Moore ins Team zurück. So stand fest: „Für mich das beste Ami-Quartett denn je“, so Nico Drmota. Einzig die deutschen Positionen machen ein wenig Sorgen. Jonathan Malu fehlte dem Team bei der WM-Qualifikation und kurz vor Weihnachten verletzt. Der Ex-Berliner Malu sowie Basti Schmitt vom FC Bayern München waren als Bankdrücker gekommen, hatten vergangene Saison kaum Spielpraxis. So erklärt sich der Klubverantwortliche die fehlende Konstanz bei den deutschen Startern.

Einen großen Schritt machte jedoch Kevin Yebo im Team von Trainer Domenik Reinboth. Vergangene Saison noch in der Regionalliga powert er jetzt auf dem hohen Niveau in der 2. Liga. Immer mehr ins Team wachsen auch die Youngsters aus der NBBL mit Kevin Strangmeyer, Bo Meister und Moritz Noeres. Sie werden im Januar und Februar weiter „heranreifen“, verspricht sich Drmota, dem wie Trainer Domenik Reinboth die Ausbildung der jungen Akteure am Herzen liegt.

Teamchemie: Super Typen. Selbst Yasin Kolo und Cole Preston, die den Verein verlassen haben, seien es gewesen. Auch ein Team, das „sich selbst reflektiert“, meint Drmota und den Kopf nicht hängen lässt, selbst wenn es mal nicht läuft. Darum sieht man im Management bis auf Weiteres von Neuverpflichtungen ab.

Ausblick 2018: Durchschnaufen, die bisherige Saison Revue passieren lassen, die richtigen Schlüsse ziehen. Die wenigen Tage Pause müssen die Spieler nutzen, um Kraft zu tanken. Denn das Programm zum Jahresbeginn hat es in sich. Die Teams aus dem unteren Tabellendrittel gilt es zu schlagen: Chemnitz, Baunach, Nürnberg, Ulm und Paderborn. „Und da zählt jeder, der uns unterstützt“, betont Drmota, dem es vor allem um die Heimspiele geht. Unter anderem gilt es im Derby gegen die OrangeAcademy aus Ulm diesmal in eigener Halle Revanche zu üben.

Wegweisender Start ins neue Jahr

06.01. (19 Uhr) Chemnitz (A)
12.01. (19.30) Baunach (A)
16.01. (19.30) Nürnberg (H)
20.01 (19.30) Kirchheim (H)
24.01. (19.30) Crailsheim (A)
04.02. (17.30) Ulm (H)
11.02. (17 Uhr) Hamburg (A)
18.02. (17.30) Paderborn (H)

H = Heimspiel, A = Auswärtsspiel

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