Basketball Abseilen für den Aufschwung

Seit dieser Saison gibt es bei den Steeples einen Teampsychologen. Ein fester Bestandteil seiner Arbeit sind Gruppenaktionen. Dadurch sollen die Spieler noch mehr zu einem Team werden. Daher mussten sich gestern die Spieler vom 30 Meter hohen Bismarckfelsen abseilen, wie hier Radivoj Tomasevic.
Seit dieser Saison gibt es bei den Steeples einen Teampsychologen. Ein fester Bestandteil seiner Arbeit sind Gruppenaktionen. Dadurch sollen die Spieler noch mehr zu einem Team werden. Daher mussten sich gestern die Spieler vom 30 Meter hohen Bismarckfelsen abseilen, wie hier Radivoj Tomasevic. © Foto: Florian Ankner
FLORIAN ANKNER 11.09.2015
In zwei Wochen beginnt die neue Saison in der 2. Basketball Bundesliga ProB. Um dafür gut vorbereitet zu sein, arbeiten die Steeples nun mit dem Psychologen Oliver Stahl zusammen.

Sie lachen, feuern sich an und arbeiten zusammen – die Basketballer des Team Ehingen Urspring absolvieren vor dem Start der neuen Saison mehrere Teambuilding-Tage. Das Ziel: zusammenzuwachsen und eine Mannschaft zu werden. Damit das auch klappt, haben die Ehinger seit dieser Spielzeit einen Teampsychologen engagiert – Oliver Stahl. Stahl soll sich über die Saison hinweg nicht nur um die kleinen Belange der Spieler kümmern, sondern auch verschiedene Aktionen planen. Eine davon fand bereits gestern statt. In Blaubeuren traf sich die Mannschaft zum Klettern, in Schmiechen stand anschließend eine Höhlenbegehung auf dem Programm.

„Es ist wichtig, dass die Spieler zusammen Spaß haben, denn im Prinzip sind alle Menschen doch wie Kinder", sagt Stahl. Beim Anblick des 30 Meter hohen Bismarckfelsens war der Spaß bei einigen Spielern jedoch relativ schnell verflogen. „Es geht auch um Überwindung und Zusammenhalt“, sagt er weiter. So sei es auch nicht schlimm, wenn man eine Aufgabe nicht erledigen könne. „Man muss auch lernen, nein zu sagen und seine Schwächen offen zu zeigen.“

Damit eine Mannschaft auf dem Spielfeld alles füreinander geben kann, sei es wichtig, dass sich die Spieler auch abseits des Platzes verstünden und „aufeinander verlassen können“, so Stahls Ansatz. Aktiv umgesetzt bedeutete das: Sich vom Blaubeurer Felsen abzuseilen – sowohl Trainer, als auch Spieler. Unten am Felsen angekommen, wurden die Spieler dann mit Applaus und Freude der anderen Mannschaftskollegen empfangen.

„Wenn die Teamchemie gut ist, dann ist auch die Mannschaft besser“, ist Stahl überzeugt. Ein Aspekt, der auch Trainer Domenik Reinboth wichtig ist. Für den Coach war es von Anfang an wichtig, dass es zur neuen Saison einen Teampsychologen gibt, ein Novum in Ehingen. Die Spieler sollen dadurch Ballast abwerfen und befreiter spielen können. So wird es über die Saison verschiedene solcher Aktionen geben, die die Spieler zusammen bestreiten. Welche das sein werden, sei derzeit noch nicht sicher. Sicher ist nur: „Es sind alles Aufgaben, bei denen die ganze Gruppe funktionieren muss, damit es klappt“, sagt Stahl.

Einen Vorgeschmack auf künftige Teambuilding-Maßnahmen bekamen die Ehinger dann gestern Abend serviert. Bei der Höhlenbegehung in Schmiechen galt es unter anderem, einen Verletzten aus der Gruppe gemeinsam wieder aus der Höhle zu tragen. „Da müssen alle gut harmonieren, wie auf dem Spielfeld eben auch“, resümierte Stahl.